OBERNDORF/WASHINGTON. Weil die amerikanische Wirtschaft nach der Krise den Turn- around schneller geschafft hat, informiert sich eine oberösterreichische Politik- und Wirtschaftsdelegation in Washington und Detroit. „Wir müssen uns dem globalen Wettbewerb stellen und brauchen die Wachstumsmärkte der Welt für unsere Betriebe“, sind sich Landesrat Michael Strugl und WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner einig.
Österreich ist in den USA mit 650 Niederlassungen aktiv. Im Vorjahr konnte die Österreichische Wirtschaft den höchsten Handelsbi- lanzüberschuss erzielen. Die USA könnten nach Deutschland zum zweitwichtigsten Partner für den Österreichischen Export werden. Seit mittlerweile vier Jahren ist Klaus Hofstadler aus Oberndorf bei Schwanenstadt der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Washington. Zuvor war er in Indien und Japan stationiert. In Washington leitet er das Österreichische Außenwirtschafts- center. „Starker Fokus wird auf die Aerospace- und Security-Industrie gelegt“, erklärt Hofstadler. Die Wirtschaft habe sich rapide entwickelt. Weitere Schwerpunkte seien entwicklungsrelevante Projekte, wie die Infrastruktur oder Kraftwerke. Gemeinsam mit der US- Regierung gehe es auch um Ankäufe und Projekte im Bereich Homeland-Security. „Hier gibt es sehr aktive oberösterreichische Unternehmen.“ Den Grundstein für seine internationale Karriere hatte Hofstadler, der Vater einer Tochter (9) und eines Sohnes (6) ist, mit dem Studium der Handelswissenschaft an der WU Wien und in Brasilien, wo er in Sao Paulo auch seine Ehefrau kennenlernte, gelegt. Es folgte der Besuch eines Assessment-Centers der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer, ehe es für die drei Jahre nach Japan, als Wirtschaftsdelegierter- Stellvertreter ging.
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