Nach Felssturz erfolgt nun Abriss von legendärem Traditionsgasthaus

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Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 26.02.2020 17:08 Uhr

OBERTRAUN. Im August 2014 kam es beim  ehemaligen Traditionsgasthaus „Seewirt“ in Obertraun zu verheerenden  Felssturz.

Mitten in der Nacht des 12. August 2014 wurden etliche Einwohner im Obertrauner Seeviertel von einem dumpfen Knall aus dem Schlaf gerissen. Ein 30 Tonnen schwerer Felsbrocken war von einer 20 Meter hohen „Fleischhackerwand“ auf das Wohnhaus Obertraun Nr. 3 gedonnert. Zum Zeitpunkt des Unglückes waren sieben Erwachsene und ein Kleinkind in dem Gebäude.

Hund als Lebensretter

Im unmittelbaren Bereich, wo der Felsbrocken hineinstürzte, hielt sich bis wenige Augenblicke vor dem Ereignis ein Mann mit seinem Hund auf. Dass der Hund aber bellte und unbedingt zur Tür hinaus – „Gassi gehen“ – wollte, stellte sich Augenblicke später als deren „Schutzengel“ heraus. 

Eine Person erlitt beim Felssturz eine Schulterverletzung. Für die Sofortmaßnahmen und dem Teilabriss des Gebäudes waren damals 300.000 Euro notwendig. Das Gelände rund um das Haus ist seit dieser Zeit nach wie vor abgesperrt, da noch immer befürchtet wurde, dass sich weitere Teile aus der Felswand hinter dem Gebäude lösen könnten. Nunmehr wurde von allen Beteiligten  vereinbart, den noch vorhandenen Zubau am Altobjekt sowie einem Nebenobjekt abzureißen und zum Schutz der angrenzenden Gebäude einen Erdwall zu errichten.

Die Bauarbeiten sollen bereits in den nächsten Wochen über die Bühne gehen und sind mit 90.000 Euro veranschlagt, welche von der Gemeinde Obertraun, dem Land Oberösterreich, der WLV und den Bundesforsten finanziert werden. „Für uns ist es wichtig, dass das Gebäude nun endgültig abgerissen und der Bereich gesichert wird. Ein Stück Obertrauner Zeitgeschichte geht damit zu Ende“, sagt Bürgermeister Egon Höll.

„Der singende Seewirt“ von Obertraun

Das Gebäude war bis in die 70er Jahre als Traditionsgasthaus in Obertraun bekannt. Ob die Auftritte des legendären Wirtes Karl Friedrich Köberl, er war „Der singende Seewirt“, die zahlreichen Heimatabende oder der sonntägliche 5-Uhr-Tee. Später wurden aus dem Wirthaus eine Diskothek, deren Name und Pächter immer öfter wechselten bis schließlich Ende der 90er Jahre das Gebäude für reine Wohnzwecke umfunktioniert wurde.

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