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Borkenkäferdruck steigt: Waldbesitzer sollen Bestände rasch kontrollieren

Tips LogoThomas Leitner, 26.07.2026 15:50

ÖSTERREICH. Hohe Temperaturen und anhaltende Trockenheit erhöhen derzeit die Gefahr eines Borkenkäferbefalls. Waldbesitzer sollen ihre Bestände regelmäßig kontrollieren und befallene Bäume möglichst schnell entfernen.

Borkenkäfer (Foto: Tomasz/adobe.stock)
Borkenkäfer (Foto: Tomasz/adobe.stock)

Die nächste Käfergeneration entwickelt sich bereits und kann innerhalb kurzer Zeit weitere Fichten befallen. Oft entscheiden nur wenige Tage darüber, ob sich der Schädling ausbreitet oder frühzeitig eingedämmt werden kann.

Die Schadholzmenge durch Borkenkäfer lag bis Juni zwar rund 14 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die anhaltende Trockenheit kann die Situation jedoch rasch verschärfen.

Trockenheit schwächt die Fichten

Fichten können sich normalerweise mit Harz gegen eindringende Käfer wehren. Fehlt über längere Zeit Wasser, verlieren die Bäume einen Teil dieser natürlichen Abwehrkraft.

Zusätzliche Brutplätze entstehen durch Windwurf, Schnee- und Eisbruch sowie liegen gebliebenes oder frisch geschlägertes Fichtenholz. Der Käfer breitet sich mittlerweile nicht nur an sonnigen Waldrändern, sondern auch im Inneren von Beständen aus.

Diese Anzeichen weisen auf Befall hin

Zu den typischen Warnzeichen zählen feines Bohrmehl am Stamm oder auf dem Waldboden, kleine Einbohrlöcher und Harzaustritt. Auch verfärbte Kronen oder eine auffällig starke Aktivität von Spechten können auf befallene Bäume hinweisen.

Betroffene Stämme und bereits befallenes Holz sollen möglichst rasch aus gefährdeten Beständen gebracht werden. Bleibt das Holz liegen, können junge Käfer ausfliegen und weitere Bäume befallen.

Monitoring zeigt Entwicklung der Käfer

Das Bundesforschungszentrum für Wald betreibt gemeinsam mit den Landesforstdiensten und Landwirtschaftskammern ein österreichweites Borkenkäfer-Monitoring. Fallen und Wetterdaten zeigen die Flugaktivität sowie den Entwicklungsstand wichtiger Arten.

Bleibt es in den kommenden Wochen warm und trocken, dürfte der Befallsdruck weiter steigen. Regelmäßige Kontrollen und eine konsequente Waldhygiene bleiben daher die wichtigsten Maßnahmen gegen eine stärkere Ausbreitung.


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