Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Spanische Sonne, Hitze und kein Regen in Sichtweite – ein Traum für die Touristen, ein Albtraum für die Bauern. Das derzeitige Klima wird für die spanische Landwirtschaft immer mehr zur Herausforderung und wirkt sich auch auf Mitteleuropa aus.

Foto: Scott Book/adobe.stock.com
Foto: Scott Book/adobe.stock.com

Seit Monaten ist im Süden von Spanien kein Regen gefallen. Stauseen trocknen aus wodurch Wasserunternehmen gezwungen sind, aus umliegenden Seen zu schöpfen. Teilweise sind diese Seen jedoch durch jahrelange Gülleablagerungen der Milchbauern verseucht. Die Situation wird immer dramatischer: denn alle sind auf sauberes Wasser angewiesen. Die Trinkwasserversorgung kann nicht aufrechterhalten werden, die Einheimischen werden gewarnt, das Wasser aus der Leitung nicht zu nutzen. Stattdessen kommen Tankwägen, um die Bevölkerung zu versorgen.

Neuer Hitzerekord mit Folgen

Die Hitze ist da – viel zu früh. Experten glauben, dass die aktuelle Dürre in Spanien und Portugal ein Frühindikator für einen heißen Sommer in Westeuropa sein könnte. Dies würde für einen Dürre- und Hitzesommer in Mitteleuropa sprechen. Bisherige Temperaturrekorde wurden 2023 in Spanien schon gebrochen, beinahe 40 Grad waren es in Cordoba im April. Temperaturen, die man im Sommer erwartet, sind jetzt schon im Frühling möglich. Das wirkt sich dramatisch auf die spanische Landwirtschaft aus.

Preissteigerungen wegen ausbleibender Ernte

Aufgrund der aktuellen Wasserknappheit bekommen Landwirte in Spanien nur noch ein Viertel der üblichen Wassermengen zugewiesen. Darunter leiden auch die sonst eher robusten Olivenbäume. Die Wasserknappheit hat erhebliche Auswirkungen auf den Export von Gemüse und Oliven und führt zu steigenden Preisen in vielen Ländern Europas. Landwirte in Spanien versuchen immer besser mit der Trockenheit umzugehen, irgendwie muss es schließlich weitergehen. Mit Hilfe von neuen Technologien lassen sich so zum Teil Ernteausfälle verhindern.

Streit im Tourismus

In Barcelona ist bereits die Rede davon, dass Touristen die Wasserverschwender sind. Ein Tourist der Luxusklasse bringt zwar Geld ins Land, verschwendet jedoch fünfmal so viel Wasser pro Tag wie ein Bewohner der Stadt. Eine aktuelle Auswertung der Agentur für Stadtentwicklung Barcelona Regional zeigt, dass Hotels zwölf Prozent des verfügbaren Trinkwassers verbrauchen. Auch das Befüllen der Hotelpools in Katalonien stand bereits zur Debatte. Nach einer langwierigen Diskussion entschied sich Regionalpräsident Aragonès nun doch dafür, dass öffentliche Freibäder und private Pools, die gemeinschaftlich genutzt werden, volllaufen dürfen. Die Abkühlung ist ganz zum Wohle der Tourismusbranche - und der ohnehin erhitzten Gemüter.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Ohne Felller: Das ist das ÖSV-Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden 2026

Ohne Felller: Das ist das ÖSV-Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden 2026

SÖLDEN. Der ÖSV hat seine Starter für den Weltcup-Auftakt in Sölden nominiert. Jakob Eisner feiert in Sölden sein Weltcup-Debüt, Nina Astner ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Vor Bayern-Kracher: RB Leipzig gibt Baumgartner-Update

Vor Bayern-Kracher: RB Leipzig gibt Baumgartner-Update

LEIPZIG. Am kommenden Samstag kommt es in der Deutschen Bundesliga zum Topspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig. Einen Tag vor der Partie ...

Tips - total regionalManuel Tonezzer
Helene Fischer veröffentlicht neue Single „Warum“

Helene Fischer veröffentlicht neue Single „Warum“

DEUTSCHLAND. Helene Fischer meldet sich mit neuer Musik zurück. Nach dem Erfolg ihrer Singles „Heute Nacht“ und „An meiner Seite“ erscheint ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Keine Schaltsekunden mehr: Weltzeit wird umgestellt

Keine Schaltsekunden mehr: Weltzeit wird umgestellt

WELT. Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat beschlossen, die Schaltsekunde zum 20. Mai 2027 abzuschaffen. Künftig soll erst eine Abweichung ...

Tips - total regionalNiklas Killinger
Neues Werk eröffnet: TSA will in Niederösterreich 100 Jobs schaffen

Neues Werk eröffnet: TSA will in Niederösterreich 100 Jobs schaffen

NIEDERÖSTERREICH. Traktionssysteme Austria hat in Wiener Neudorf ein neues Stanzzentrum eröffnet. Mit der Investition von 9,5 Millionen Euro ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Winterreifenpflicht ab 1. November: Das müssen Autofahrer wissen

Winterreifenpflicht ab 1. November: Das müssen Autofahrer wissen

ÖSTERREICH. Ab 1. November gilt in Österreich wieder die situative Winterausrüstungspflicht. Der ÖAMTC rät, rechtzeitig die Reifen zu wechseln. ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Weitere Beiträge