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Venedig, Triest & Co: Die Müll-Hotspots im Mittelmeer

Tips Logo Manuel Tonezzer, 09.07.2024 17:00

MITTELMEER. Wer im Sommer einen Badeurlaub plant, sollte aufpassen. In gewissen Regionen tummeln sich im Meer nämlich große Ansammlungen an Müll.

Im Mittelmeer tummeln sich Unmengen an Müll. stock.adobe.com/marina_larina
Im Mittelmeer tummeln sich Unmengen an Müll. stock.adobe.com/marina_larina

Meereswissenschaftler der Universität Cadiz (Spanien) haben gemeinsam mit der europäischen Weltraumorganisation ESA 300.000 Satellitenbilder der Meeresoberfläche analysiert, um Müllansammlungen ausfindig zu machen. Mithilfe von Algorithmen wurden die Bilder, die allesamt innerhalb von nur drei Tagen aufgenommen worden sind, nun ausgewertet und eine umfassende Karte erstellt – die ein Müllproblem in der nördlichen Adria offenbart.

Die Hotspots

So gibt es an der italienischen Küste von Triest bis Venedig sowie im Süden zwischen Neapel und Kalabrien besonders viel Müll. Zurückzuführen ist dies vermutlich auf den dort herrschenden Tourismus. Auch an der Ostküste Griechenlands, in Südspanien und Südfrankreich sowie in den nordafrikanischen Staaten Algerien, Tunesien und Ägypten sind größere Ansammlungen von Müll vorzufinden. Insgesamt identifizierte das Team im Mittelmeer 14.374 Müllstreifen, die 94,5 km2 der Meeresoberfläche bedecken. Einige dieser Streifen erreichten eine Länge von bis zu 20 Kilometern. 

Der Studie zufolge sind für den Müll im Meer überwiegend starke Regenfälle verantwortlich. Küstenströmungen und windgetriebene Oberflächenbewegungen sind hingegen die Hauptursache für die Verteilung in die Ozeane. 

Plastik als Hauptproblem

Doch nicht nur das Mittelmeer, sondern sämtliche Meere der Welt haben mit Verschmutzung zu kämpfen. Dem WWF zufolge bestehen drei Viertel des Mülls aus Plastik, von dem jährlich 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen im Meer landen. Bis dieses vollkommen zersetzt ist, können mehrere hundert bis tausend Jahre vergehen. Bis dahin zerfällt es lediglich in immer kleinere Partikel – die ab einer Größe von unter fünf Millimeter auch als „Mikroplastik“ bezeichnet werden.


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