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FRANKREICH. Beim Abbruch eines Eisblocks im Mont-Blanc-Massiv hat sich eine Tragödie ereignet, bei der ein Mensch ums Leben kam und vier weitere verletzt wurden. Zwei deutsche Bergsteiger gelten weiterhin als vermisst. Die Suche nach ihnen musste aufgrund der gefährlichen Bedingungen vorerst eingestellt werden.

Symbolbild: Bergfee/stock.adobe.com
Symbolbild: Bergfee/stock.adobe.com

In den frühen Morgenstunden des 5. August löste sich ein Sérac – ein großer Turm aus Gletschereis – in etwa 4100 Metern Höhe auf der französischen Seite des Mont Blanc. Der Abbruch führte zu einer Lawine, die eine Gruppe von 15 Bergsteigern aus Frankreich, Spanien und der Schweiz erfasste. Ein 57-jähriger Franzose verlor dabei sein Leben, vier weitere Personen wurden verletzt.

Zwei Deutsche vermisst

Unter den Bergsteigern befanden sich auch zwei Deutsche im Alter von 30 und 39 Jahren. Die beiden hatten die Nacht von Sonntag auf Montag in einer Berghütte verbracht, bevor sie am nächsten Morgen in das betroffene Gebiet aufbrachen. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur. Die französische Gebirgspolizei in Chamonix bestätigte, dass bislang kein Lebenszeichen der beiden Vermissten vorliegt.

Suche wegen hoher Gefahr eingestellt

Aufgrund der weiterhin instabilen Lage und der Gefahr weiterer Sérac-Abbrüche entschied sich die Gebirgspolizei, die Suche nach den Vermissten vorläufig einzustellen. Das betroffene Gelände ist groß und bleibt extrem gefährlich, sodass die Rettungskräfte kein weiteres Risiko eingehen können.

Experten warnen vor den Risiken

Fachleute der Bergwacht betonen, dass die Bedingungen für den Aufstieg zum Zeitpunkt des Unglücks eigentlich günstig gewesen seien. Doch trotz aller Vorsicht sei das Unglück nicht absehbar gewesen, da sich die Auswirkungen des Klimawandels, wie die Gletscherschmelze, unvorhersehbar und plötzlich manifestieren können. Bergsteiger sind daher auf solchen Routen besonderen Gefahren ausgesetzt, die jederzeit auftreten können.


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