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KUBA. In Kuba herrscht Dunkelheit: Ein landesweiter Stromausfall legt das öffentliche Leben lahm. Veraltete Kraftwerke brechen zusammen, während das Land inmitten einer der schwersten Wirtschaftskrisen seit Jahrzehnten steckt. Schulen bleiben geschlossen, Arbeitsplätze sind verwaist, und kulturelle Aktivitäten kommen zum Erliegen. Nur Krankenhäuser und Lebensmittelproduktionen laufen noch.

(Foto: stock.adobe.com/????? ???????)
(Foto: stock.adobe.com/????? ???????)

In Kuba ist das gesamte Stromnetz kollabiert, was den ohnehin krisengeplagten Karibikstaat weiter in die Enge treibt. Wie das Energieministerium bekannt gab, fiel das zentrale thermoelektrische Kraftwerk Antonio Guiteras plötzlich aus – ein fataler Schlag für das Land, in dem Stromausfälle schon lange zum Alltag gehören. Bereits zuvor waren mehrere Kraftwerke aufgrund ihres maroden Zustands stillgelegt. Nun steht Kuba nahezu komplett ohne Strom da.

Veraltete Infrastruktur

Die Ursache liegt tief in der Vergangenheit: Das Handelsembargo der USA, das seit über 60 Jahren besteht, hat die ohnehin veraltete Infrastruktur des Landes massiv geschwächt. Regelmäßige Reparaturen an den alternden Kraftwerken bringen nur kurzfristige Linderung, bevor es erneut zu Ausfällen kommt. Die schwer angeschlagene Wirtschaft Kubas – die schlimmste seit der Revolution von 1959 – hat kaum Ressourcen, um das Stromnetz nachhaltig zu stabilisieren.

Ministerpräsident Manuel Marrero erklärte in einer Fernsehansprache, dass die Stromerzeugung angesichts fehlender Brennstoffe besonders problematisch sei. In einigen Landesteilen dauern die Ausfälle mittlerweile bis zu zwölf Stunden pro Tag. Um Strom zu sparen, wurden drastische Maßnahmen ergriffen: Schulen bleiben geschlossen, die Büroarbeit wird stark eingeschränkt, kulturelle Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten sind bis auf Weiteres ausgesetzt. Lediglich Krankenhäuser und Lebensmittelproduktionsstätten dürfen uneingeschränkt weiterarbeiten.

Lage auch in Hauptstadt Havanna angespannt 

Besonders in Havanna, der Hauptstadt des Landes, wird die Lage zunehmend angespannt. Zwar war man hier in den letzten zwei Jahren durch planmäßige Abschaltungen von jeweils vier Stunden alle drei Tage noch einigermaßen glimpflich davongekommen. Doch seit Montag müssen die Bewohner Havannas täglich mit stundenlangen Stromausfällen rechnen. Die ohnehin prekäre Lebenssituation wird so weiter verschärft.


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