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Mückenkrankheiten breiten sich rasant aus – Reisende sollten jetzt vorsorgen

Tips LogoThomas Leitner, 14.09.2025 10:35

ÖSTERREICH. Dengue-Fieber, Chikungunya und Gelbfieber nehmen weltweit stark zu. Reisemediziner raten, schon bei der Urlaubsplanung an Impfungen und wirksamen Mückenschutz zu denken.

Mücken übertragen zahlreiche Krankheiten (Foto: adobe.stock/frank29052515)
Mücken übertragen zahlreiche Krankheiten (Foto: adobe.stock/frank29052515)

Dengue-Fieber verbreitet sich heuer so schnell wie nie zuvor. Mehr als 3,6 Millionen Infektionen und über 1.900 Todesfälle wurden bereits gemeldet. Besonders betroffen sind Südamerika, Teile des Pazifiks und beliebte Reiseziele in Südostasien. Auch Europa verzeichnet erste lokale Übertragungen, etwa auf Madeira.

Chikungunya und Gelbfieber auf dem Vormarsch

Neben Dengue sorgen auch Chikungunya-Ausbrüche für Schlagzeilen. Hohe Fallzahlen wurden auf Réunion, Mayotte und in der chinesischen Guangdong-Provinz gemeldet. Selbst in Südfrankreich traten heuer erstmals lokale Infektionen auf. Gelbfieber bleibt ebenfalls eine globale Herausforderung: 34 afrikanische und 13 Länder in Mittel- und Südamerika gelten als Endemiegebiete. Schätzungen zufolge erkranken jährlich rund 109.000 Menschen schwer, 51.000 sterben.

Experten warnen vor steigenden Risiken

„Diese Entwicklung ist kein Grund, Reiseziele grundsätzlich zu meiden. Wichtig ist jedoch rechtzeitige Vorsorge“, erklärt Tropenarzt Bernhard Haberfellner aus Linz. Er empfiehlt, frühzeitig reisemedizinische Zentren aufzusuchen, da manche Impfungen mehrere Dosen erfordern. Neben Gelbfieber und Hepatitis A sollten auch Standardimpfungen und die FSME-Impfung aktuell sein.

Frühzeitige Beratung schützt

Der Klimawandel vergrößert die Risikogebiete für mückenübertragene Krankheiten. Wer rechtzeitig Impfungen plant, Mückenschutzmittel verwendet und internationale Impfvorschriften beachtet, kann das Risiko deutlich senken. „Nach der Reise ist vor der Reise – wer vorbereitet ist, reist sicherer“, so Haberfellner.


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