40 Jahre Sicherheit für alle Steirer: Die Landeswarnzentrale feiert Jubiläum
STEIERMARK. Die steirische Landeswarnzentrale in Graz zählt zu den modernsten Katastrophenmanagement-Einrichtungen Europas. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens wurde die essenzielle Arbeit des Teams gewürdigt.

Die steirische Landeswarnzentrale in Graz ist seit vier Jahrzehnten eine unverzichtbare Säule der Sicherheit. Als erste Einrichtung ihrer Art in Österreich diente sie als Vorbild für Warnzentralen im ganzen Land. Das 40-jährige Bestehen wurde mit einem Festakt im Volkskundemuseum Graz gefeiert, musikalisch umrahmt von einem Bläserquartett der Militärmusik Steiermark.
Landeshauptmann Mario Kunasek betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Zentrale, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr im Einsatz ist. Über 5.700 Einsätze jährlich, rund 1.300 Sirenen und modernste Warnsysteme zeigen das breite Aufgabenspektrum. Hinter der Technik stehen engagierte Mitarbeiter, die in Krisensituationen Ruhe bewahren und Verantwortung übernehmen. Ihnen galt besonderer Dank.
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Vertreter von Polizei, Bundesheer, Feuerwehr und Rettungsorganisationen. Der Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz, Harald Eitner, und der Chef der Landeswarnzentrale, Günter Hohenberger, dankten den Einsatzorganisationen für die enge Zusammenarbeit. Kunasek sicherte zu, dass die Landeswarnzentrale weiterhin bestmöglich ausgestattet bleibt, da Sicherheit eine Grundvoraussetzung für Lebensqualität sei.
Ehemalige Leiter wie Gerald Pizzera erinnerten an die Anfänge in den 1970er Jahren, als erste Funkstrecken getestet wurden, um Sirenen zentral steuern zu können. Der frühere Abteilungsvorstand Kurt Kalcher blickte auf prägende Ereignisse wie die Schneekatastrophe 1986, das Grubenunglück von Lassing 1998 oder die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zurück, die die Entwicklung der Zentrale maßgeblich beeinflussten.
Heute arbeitet ein zwölfköpfiges Team mit modernster Technik, rund 1.300 Sirenen und dem digitalen Warnsystem AT-Alert. Die Landeswarnzentrale bleibt Bindeglied zwischen Einsatzkräften, Behörden und Bevölkerung – ein Garant für Sicherheit in der Steiermark seit 40 Jahren.


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