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Absturz nur knapp verhindert: Bergrettung rettet Wanderer vor 100-Meter-Todesschlucht

Tips LogoThomas Leitner, 08.01.2026 08:02

SALZBURG. Ein Fehltritt auf eisigem Untergrund hätte tödlich enden können: Nahe Bischofshofen rettete die Bergrettung einen schwer verletzten Wanderer, der nur noch an einem Ast hing.

Bergrettung rettet Wanderer vor Absturz (Foto: BRD Salzburg)
Bergrettung rettet Wanderer vor Absturz (Foto: BRD Salzburg)

Ein dramatischer Rettungseinsatz spielte sich am Mittwochnachmittag im alpinen Gelände nahe Bischofshofen ab. Ein Wanderer aus der Steiermark rutschte auf einem vereisten Steig nahe eines Wasserfalls aus und stürzte rund 25 Meter über eine steile Waldböschung ab. Schwer verletzt kam der Mann erst an einem kleinen Baum zum Stillstand – direkt vor einer rund 100 Meter tiefen Granitfelswand.

Sekunden trennten ihn vom Absturz

In letzter Kraft konnte sich der Verunfallte an einem Ast festhalten. Der Mann war zu diesem Zeitpunkt bereits stark geschwächt, verletzt und unterkühlt. Dennoch gelang es ihm, mit seinem Handy eine Angehörige zu verständigen und so die Rettungskette auszulösen. Kurz darauf ging um 17.10 Uhr der Alarm bei der Bergrettung Bischofshofen ein.

Wettlauf gegen Zeit und Kräfte

Bereits weniger als 20 Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte beim Verletzten ein. Ein Bergretter seilte sich mit einem 30 Meter langen Seil zu dem Mann ab und konnte ihn gerade noch sichern, da dessen Kräfte zunehmend nachließen. Polizei und Alpinpolizei leuchteten die gefährliche Unfallstelle aus, während parallel lebensrettende Sofortmaßnahmen eingeleitet wurden.

Aufwendige Rettung aus steilem Gelände

Der Schwerverletzte wurde professionell gesichert und in einer Universaltrage mittels Mannschaftszug über das extrem steile Gelände nach oben gezogen. Anschließend erfolgte der Abtransport über die Burgwiese ins Tal, wo das Rote Kreuz die weitere medizinische Versorgung übernahm. Nach Angaben der Einsatzkräfte war die Lage äußerst kritisch – ein weiteres Abrutschen hätte unweigerlich den tödlichen Absturz bedeutet.

Der Mann war auf dem Weg zur Ruine Bachsfall auf etwa 660 Metern Seehöhe unterwegs, als er auf dem schneebedeckten und teils eisigen Steig zu Fall kam. Offenbar lag er ein bis zwei Stunden teils bewusstlos im Absturzgelände, bevor Hilfe organisiert werden konnte.


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