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YUNTA. Im Fall des seit Ende September 2025 vermissten vierjährigen Gus Lamont hat die Polizei in Südaustralien einen Verdächtigen benannt. Eine Person aus dem Haushalt auf der abgelegenen Schaffarm Oak Park Station gilt demnach als Verdächtig, die Eltern werden nicht als Beschuldigte geführt.

Der Fall des seit September vermissten Vierjährigen wird nun als Großverbrechen geführt. Es gibt auch einen ersten Verdächtigen. (Symbolbild); Foto: New Africa/stock.adobe.com

Wie The Guardian am 5. Februar 2026 berichtet, stufen die Ermittler das Verschwinden des Kindes inzwischen als Großverbrechen ein. Eine Person, die am Anwesen lebt, habe die Zusammenarbeit mit der Polizei beendet und werde deshalb als Verdächtiger geführt.

Gus Lamont verschwand am 27. September 2025 auf der Oak Park Station nahe Yunta. Laut Polizei wurde er zuletzt am Nachmittag gesehen, danach fehlte jede Spur. Yunta liegt rund 300 Kilometer landeinwärts von Adelaide.

Ermittler schließen Davonlaufen und Fremdentführung weitgehend aus

Die Polizei erklärte, sie habe nach monatelangen Ermittlungen zwei Szenarien weitgehend ausgeschlossen: dass der Bub alleine wegging und sich im Gelände verlor, sowie eine Entführung durch eine unbekannte Person. Im Fokus stehen nun Personen aus dem Umfeld des Kindes.

Hintergrund seien Unstimmigkeiten in Angaben aus dem Haushalt. Zu Details über den Verdächtigen machte die Polizei mit Verweis auf die laufende kriminalpolizeiliche Untersuchung keine weiteren Angaben.

Großsuche mit Drohnen und Wärmebildtechnik ohne Ergebnis

In den Wochen nach dem Verschwinden durchkämmten Einsatzkräfte das riesige Stationsgelände und die Umgebung. Zum Einsatz kamen unter anderem Reiterstaffeln, Taucher, Drohnen, Tracker sowie Unterstützung durch weitere Organisationen. Mehrere Bodensuchen über insgesamt mehr als 20 Tage deckten laut Polizei einen Bereich von rund 95 Quadratkilometern ab.

Zusätzlich setzten die Behörden Wärmebildtechnik und großflächige Luftaufnahmen ein. Trotz der intensiven Suche fanden die Teams keine Hinweise, die darauf hindeuten, dass Gus das Gelände zu Fuß verließ.

Durchsuchungen und weitere Hinweise erbeten

Mitte Jänner 2026 führten Ermittler auf dem Anwesen auch Durchsuchungsmaßnahmen durch und stellten dabei unter anderem Fahrzeuge und elektronische Geräte sicher. Die Polizei betont, dass die Ermittlungen weiterlaufen.


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