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Bürgerrechtsikone Jesse Jackson im Alter von 84 Jahren gestorben

Tips LogoNiklas Killinger, 17.02.2026 11:53

CHICAGO. Der US-amerikanische Bürgerrechtler Jesse Jackson ist tot. Der langjährige Weggefährte von Martin Luther King Jr. starb im Alter von 84 Jahren. Er prägte über Jahrzehnte die amerikanische Bürgerrechtsbewegung und die Politik seines Landes.

Der enge Weggefährte von Martin Luther King Jr., Jesse Jackson, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. (Symbolbild); Foto: Valeri/stock.adobe.com, KI-generiert

Jackson galt als eine der einflussreichsten Stimmen für soziale Gerechtigkeit in den Vereinigten Staaten. Wie The Guardian am 17. Februar 2026 berichtet, starb der Geistliche und Aktivist nach längerer Krankheit in den USA.

Jahrzehnte im Kampf für Gleichberechtigung

In den 1960er-Jahren arbeitete Jackson eng mit Martin Luther King Jr. zusammen und engagierte sich im Kampf gegen Rassentrennung und Diskriminierung. Nach Kings Ermordung baute er eigene Organisationen auf und blieb eine prägende Figur der Bewegung.

Mit seiner „Rainbow Coalition“ wollte er unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen vereinen. Sein Ziel war es, Minderheiten, Arbeiter und sozial Benachteiligte politisch stärker einzubinden. Jackson setzte sich wiederholt für Wahlrechtsreformen, Armutsbekämpfung und Bildungsgerechtigkeit ein.

Präsidentschaftskandidat mit Signalwirkung

In den 1980er-Jahren kandidierte Jackson zweimal für das Präsidentenamt der Demokraten. Zwar gewann er die Nominierung nicht, erreichte jedoch beachtliche Ergebnisse bei den Vorwahlen. Seine Kampagnen galten als historisch, weil sie Millionen afroamerikanische Wähler mobilisierten und neue politische Allianzen schufen.

Auch international mischte sich Jackson immer wieder ein. Er vermittelte in Konflikten, setzte sich für politische Gefangene ein und suchte den Dialog mit Staatschefs weltweit.

Gesundheitlich zuletzt angeschlagen

In den vergangenen Jahren hatte sich Jackson zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass er an Parkinson litt. Sein Tod löste in den USA parteiübergreifend Trauerbekundungen aus.

Mit Jesse Jackson verliert die amerikanische Bürgerrechtsbewegung eine ihrer letzten großen Persönlichkeiten aus der Ära der 1960er-Jahre.


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