Zugunglück nach Lawine in der Schweiz: Mehrere Verletzte bei Entgleisung im Wallis
SCHWEIZ. Eine Lawine erfasst eine Bahnstrecke im Wallis, ein Zug entgleist. Mehrere Menschen werden verletzt, die Strecke bleibt gesperrt.

Ein Lawinenabgang hat im Schweizer Kanton Wallis ein schweres Zugunglück ausgelöst. In der Region Goppenstein entgleiste ein Regionalzug, nachdem Schneemassen die Gleise verschüttet hatten. Mehrere Personen wurden verletzt, Rettungskräfte standen im Großeinsatz.
Lawine erfasst Gleise bei Goppenstein
Der Vorfall ereignete sich am Montagvormittag auf der Strecke zwischen Goppenstein und Brig. Nach ersten Erkenntnissen rutschte eine Lawine auf die Bahnlinie, kurz bevor der Zug die Stelle passierte. Infolge der Schneemassen sprang mindestens ein Waggon aus den Schienen.
An Bord befanden sich mehrere Dutzend Fahrgäste. Die Polizei bestätigte fünf Verletzte, darunter eine Person mit schwereren Verletzungen, die ins Spital nach Sitten gebracht wurde. Weitere Betroffene wurden vor Ort medizinisch versorgt.
Großeinsatz in alpinem Gelände
Rettungsteams, Feuerwehr, Sanität und Helikopter waren im Einsatz, um die Passagiere zu evakuieren. Rund 30 Reisende mussten aus dem Zug gebracht werden.
Die Region kämpft derzeit mit massiven Schneefällen und hoher Lawinengefahr. In Teilen des Wallis gilt eine erhöhte Warnstufe. Die Strecke bleibt vorerst gesperrt, Ersatzbusse wurden eingerichtet.
Ermittlungen zur Unfallursache
Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungen eingeleitet. Noch wird geprüft, ob ausschließlich der Lawinenabgang zum Unglück führte oder weitere Faktoren eine Rolle spielten. Die Bahnstrecke Frutigen–Brig ist zwischen Goppenstein und Brig derzeit unterbrochen. Ursache ist ein Lawinenabgang, teilte die Eisenbahngesellschaft mit.


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