Michael Ballack spricht erstmals über Tod von Sohn Emilio
WELT. Michael Ballack hat erstmals öffentlich ausführlicher über den Tod seines Sohnes Emilio gesprochen. Der frühere deutsche Nationalspieler tat das in der Sky-Sendung „Meine Geschichte“, deren Aufzeichnung nun bekannt wurde. Emilio war im August 2021 im Alter von 18 Jahren bei einem Quadunfall in Portugal gestorben.

Wie t-online am 6. März 2026 berichtet, schilderte Ballack den Verlust als etwas, das sich kaum in Worte fassen lasse. In der Sendung machte er deutlich, dass ihn das Thema bis heute so stark trifft, dass er nur schwer über seinen Sohn sprechen kann.
Knapp fünf Jahre nach dem Unfall gab der 49-Jährige damit einen seltenen Einblick in seine persönliche Situation. Ballack beschrieb den Umgang mit der Trauer sinngemäß als einen Prozess des Verdrängens, bei dem jeder Mensch einen eigenen Weg finde.
Alltag gibt Halt
Halt finde er nach eigenen Angaben vor allem im Alltag, in der Arbeit und in seiner Familie. Auch die Beziehung zu seinen beiden anderen Söhnen spiele dabei eine wichtige Rolle.
Zugleich habe der Tod von Emilio seine Sorge um die Familie noch verstärkt. Ballack machte deutlich, dass sich das Sicherheitsbedürfnis und die Angst um die eigenen Kinder seitdem deutlich verändert hätten.
Blick auf das Leben verändert
Nach dem Verlust habe sich auch sein Blick auf das Leben verschoben. Für Ballack seien seitdem stärker die Verletzlichkeit des Lebens, aber auch die Bedeutung von Zeit, Familie und Zusammenhalt in den Vordergrund gerückt.
Der ehemalige Profi von Bayer Leverkusen, Bayern München und Chelsea sprach damit nicht über Fußball, sondern über eine Erfahrung, die ihn bis heute prägt. Der Auftritt zeigt, wie präsent der Tod seines Sohnes auch Jahre später noch ist.


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