VW plant 50.000 Stellen abzubauen: Riesiger Gewinneinbruch 2025
WOLFSBURG. Volkswagen hat 2025 deutlich weniger verdient und verschärft den Sparkurs in Deutschland. Der Nettogewinn sank auf 6,9 Milliarden Euro. Bis 2030 sollen konzernweit rund 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen.

Wie Bild am 10. März 2026 berichtet, will Volkswagen den Stellenabbau bis 2030 auf den gesamten Konzern in Deutschland ausdehnen. Bereits Ende 2024 hatte die Kernmarke angekündigt, rund 35.000 Stellen abzubauen. Laut dem Bericht sollen betriebsbedingte Kündigungen dennoch bis Ende 2030 ausgeschlossen bleiben.
Offiziell meldete der Konzern am Dienstag für 2025 einen Gewinn nach Steuern von 6,904 Milliarden Euro. Das waren 44,3 Prozent weniger als ein Jahr davor. Der Umsatz blieb mit 321,9 Milliarden Euro fast stabil, doch der operative Gewinn brach auf 8,868 Milliarden Euro ein.
Zölle und Porsche belasten das Ergebnis
Volkswagen nennt vor allem US Zölle, Belastungen rund um die neue Porsche Produktstrategie sowie Währungs- und Preiseffekte als Gründe für den Rückgang. Bereinigt um Sondereffekte lag die operative Marge bei 4,6 Prozent. Damit bleibt die Profitabilität aus Konzernsicht klar unter dem, was langfristig gebraucht wird.
Besonders deutlich fiel der Einbruch im Sport Luxury Bereich aus. Dort sank das operative Ergebnis von 5,286 Milliarden Euro im Vorjahr auf nur noch 90 Millionen Euro. Als Ursachen nennt Volkswagen ein verändertes Marktumfeld in China, Zölle und den langsameren Hochlauf der Elektromobilität.
Absatz bleibt stabil, Druck bleibt hoch
Konzernweit verkaufte Volkswagen 2025 rund 9,0 Millionen Fahrzeuge und damit fast so viele wie im Jahr davor. In Europa legte der Absatz um fünf Prozent zu, in Südamerika um zehn Prozent. Rückgänge in Nordamerika mit minus zwölf Prozent und in China mit minus sechs Prozent glichen das jedoch wieder aus.
Bei rein elektrischen Fahrzeugen stieg der europäische Auftragseingang um 13 Prozent. Der Anteil an den Bestellungen lag damit bei rund 22 Prozent. Gleichzeitig will der Konzern weiter Kosten senken, Komplexität abbauen und seine Präsenz vor allem in den USA ausbauen.
Konzern setzt auf weiteren Umbau
Für 2026 rechnet Volkswagen mit einer Umsatzentwicklung zwischen null und plus drei Prozent. Die operative Rendite soll zwischen 4,0 und 5,5 Prozent liegen. Der geplante Stellenabbau zeigt damit, wie eng Sparprogramm und Umbau inzwischen zusammenhängen.


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