Nahost-Krise: Außenministerium bringt mehr als 1.300 Österreicher in Sicherheit – Lage bleibt gefährlich
ÖSTERREICH/NAHER OSTEN. Raketenangriffe und militärische Konflikte prägen weiterhin die Lage im Nahen Osten. Österreich organisierte bereits über 1.300 Ausreisen aus der Krisenregion.

Die Sicherheitslage im Nahen Osten bleibt angespannt. Seit dem 28. Februar tagt im Außenministerium täglich der Krisenstab, um die Situation laufend zu bewerten und Ausreisemöglichkeiten für österreichische Staatsbürger zu prüfen.
Militärische Angriffe und Reisewarnungen
In mehreren Ländern der Region kommt es weiterhin zu militärischen Auseinandersetzungen und Raketenangriffen. Das Außenministerium empfiehlt deshalb dringend, Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu befolgen.
Für zahlreiche Staaten gilt weiterhin eine Reisewarnung. Dazu zählen Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Für Oman und Saudi-Arabien besteht Sicherheitsstufe 3, was ein hohes Sicherheitsrisiko bedeutet.
Rückholaktionen und Linienflüge
Gleichzeitig verbessern sich die Ausreisemöglichkeiten. Mittlerweile gibt es wieder vermehrt Linienflüge nach Europa. So starten etwa täglich Flüge von Dubai nach Wien mit Emirates, auch Qatar Airways hat den Flugverkehr in mehrere europäische Hauptstädte wieder aufgenommen.
Das Außenministerium ruft betroffene Personen auf, sich direkt an ihre Fluglinie oder ihren Reiseveranstalter zu wenden. Durch das steigende Angebot an Linienflügen sinkt der Bedarf an staatlich organisierten Rückholaktionen.
Mehr als 1.300 unterstützte Ausreisen
Seit Beginn der Krise konnte das Außenministerium bereits mehr als 1.300 Ausreisen unterstützen. Insgesamt vier Rückholflüge wurden organisiert, vor allem für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, darunter Schwangere, Familien mit kleinen Kindern oder kranke Personen.
Mehr als 800 Menschen wurden mit gecharterten Flugzeugen aus dem Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Europa gebracht. Über 120 weitere Österreicher konnten mit Unterstützung von EU-Partnern sowie Unternehmen wie der Austrian Airlines und der OMV ausreisen.
Auch vor Ort leisten die österreichischen Botschaften umfangreiche Hilfe. In rund 130 Aussendungen wurden registrierte Staatsbürger über Sicherheitslage und Ausreisemöglichkeiten informiert, insgesamt wurden etwa 5.650 Personen individuell betreut.
Das Außenministerium bleibt rund um die Uhr über seine Notfallnummer erreichbar und ruft alle Österreicher im Ausland dazu auf, sich über das Online-System zur Reiseregistrierung zu melden.
Erreichbarkeiten der Botschaften
- Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 bzw. (+971) 50 85 90 441
- Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60
- Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50
- Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
- Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116
- Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122
- Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 bzw. (+972) 53 643 2738
- Österreichische Botschaft Beirut: (+961) 39 59 765


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