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Altes Flussdelta unter der Oberfläche des Mars entdeckt

PASADENA/USA. Ein internationales Forschungsteam berichtet am 19. März auf science.org über den Nachweis eines tief vergrabenen Flussdeltas im Jezero Krater auf dem Mars. Grundlage sind Radardaten des NASA Rovers Perseverance, die Schichten 35 Meter unter der Oberfläche sichtbar machen. Die Ergebnisse deuten auf länger anhaltende Wasseraktivität in der Frühzeit des Planeten hin.

Hat es einmal so auf dem Mars ausgesehen? (Symbolbild); Foto: KI-generiert
Hat es einmal so auf dem Mars ausgesehen? (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Im Fokus steht der Jezero Krater, der bereits als ehemaliger See gilt. Neu ist nun der Blick in den Untergrund. Wie science.org berichtet, fanden Wissenschaftler typische Strukturen eines Deltas, also Ablagerungen, die entstehen, wenn ein Fluss in ein ruhiges Gewässer mündet.

Diese Strukturen sind im Radar als geneigte Schichten erkennbar. Solche Schichtungen entstehen durch Sedimente, also abgelagerte Partikel wie Sand oder Schlamm, die sich über lange Zeiträume ansammeln.

Blick unter die Oberfläche

Zum Einsatz kam ein Bodenradar an Bord von Perseverance. Es sendet Radiowellen in den Boden und misst deren Echo. So lassen sich unterschiedliche Gesteinsschichten sichtbar machen.

Die Daten zeigen ein komplexes System aus Ablagerungen, das deutlich unter einer jüngeren Oberfläche liegt. Damit wird klar, dass die Region mehrere Phasen mit Wasser durchlaufen haben muss.

Hinweise auf längere Wasserphasen

Die Entdeckung legt nahe, dass der Krater über längere Zeiträume hinweg Wasser geführt hat. Solche stabilen Gewässer gelten als wichtige Voraussetzung für mögliches Leben.

Ein direkter Nachweis für Leben ist das jedoch nicht. Vielmehr liefert die Studie neue Hinweise darauf, wo sich besonders gut erhaltene Spuren finden könnten.

Die Forschenden sehen im Jezero Krater weiterhin eines der vielversprechendsten Ziele für zukünftige Probenanalysen.


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