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Urlaub mit Auto kann teuer werden: Diese Verkehrsfallen kosten im Ausland bis zu 1.300 Euro

Tips LogoThomas Leitner, 13.05.2026 11:20

ÖSTERREICH. Zu schnell, falsch geparkt oder Handy am Steuer. Im Ausland drohen Urlaubern drastische Strafen bis hin zu Haft oder Fahrzeugverlust.

Strafzelle im Ausland (Foto: benjaminnolte/adobe.stock)
Strafzelle im Ausland (Foto: benjaminnolte/adobe.stock)

Die Sommerreise mit dem Auto kann schneller zur Kostenfalle werden als gedacht. Der ÖAMTC warnt jetzt vor den häufigsten Irrtümern rund um Verkehrsstrafen im Ausland – und die haben es in sich. Denn in beliebten Urlaubsländern drohen bei Verstößen nicht nur hohe Geldbußen, sondern im Extremfall sogar Fahrzeugbeschlagnahmung oder Haft.

Alkohol am Steuer kann drastische Folgen haben

Besonders streng sind viele Länder beim Thema Alkohol. In Italien kann das Auto beschlagnahmt werden, wenn Fahrer mit 1,5 Promille oder mehr unterwegs sind und das Fahrzeug ihnen gehört. In Spanien droht ab 1,2 Promille sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten.

Schon geringere Verstöße werden teuer: Ab 0,5 Promille werden in Spanien und Deutschland mindestens 500 Euro fällig, in Italien sogar mindestens 545 Euro.

Tempoverstöße werden schnell extrem teuer

Auch beim Gasgeben verstehen manche Länder keinen Spaß. Wer in Norwegen nur 20 km/h zu schnell fährt, zahlt mindestens 750 Euro. In Schweden starten die Strafen bei 225 Euro.

Noch drastischer wird es bei schweren Überschreitungen: 50 km/h zu schnell kosten in Norwegen mindestens 1.365 Euro. In Italien werden für 20 km/h zu viel mindestens 175 Euro fällig – nachts steigt die Strafe sogar um ein Drittel.

Handy, Gurt und Parken: Kleine Fehler, hohe Kosten

Viele unterschätzen Alltagsverstöße. Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung kostet in Frankreich mindestens 135 Euro, in Italien 250 Euro und in Spanien ab 200 Euro.

Auch Nichtanschnallen kann richtig teuer werden: Während in Österreich mindestens 50 Euro drohen, verlangt Griechenland bis zu 350 Euro.

Besonders tückisch sind Parkverstöße. In Spanien können bis zu 200 Euro fällig werden, in Ungarn rund 400 Euro. Der ÖAMTC berichtet zudem regelmäßig von Nachforderungen aus Kroatien – oft Jahre später, weil Urlauber kein Parkticket gelöst haben.

Strafzettel einfach ignorieren? Keine gute Idee

Wer glaubt, ausländische Strafzettel verschwinden von selbst, irrt gewaltig. Offene Strafen aus EU-Ländern können auch in Österreich eingetrieben werden. Bei einer Wiedereinreise drohen ebenfalls Probleme.

ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner rät deshalb: „Wer im Ausland eine Strafe erhält, sollte diese möglichst rasch begleichen und die Zahlungsbestätigung aufbewahren.“ Oft gibt es nämlich attraktive Rabatte bei schneller Zahlung – etwa 50 Prozent Nachlass in Spanien oder 30 Prozent in Italien.


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