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SARDINIEN/ITALIEN. Türkisblaues Wasser, weißer Sand und eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch: Die Bucht von Punta Molentis auf Sardinien zählt zu den schönsten Stränden Italiens. Doch wer dort in diesem Sommer einen Tag am Meer verbringen möchte, muss sich auf strenge Regeln einstellen.

Symbolbild: JenkoAtaman/stock.adobe.com
Symbolbild: JenkoAtaman/stock.adobe.com

Eine neue Verordnung der Gemeinde Villasimius sorgt derzeit landesweit für Diskussionen.

Zehn Euro Eintritt pro Person

Seit Anfang Juni wird für den Zugang zur beliebten Badebucht ein Eintrittspreis von zehn Euro pro Person und Tag fällig. Die Regelung soll bis Ende Oktober gelten. Menschen mit Behinderung sind von der Gebühr befreit, ebenso eine begrenzte Zahl an Begleitpersonen. Für alle anderen wird der Strandbesuch deutlich teurer.

Sonnenschirme für viele tabu

Besonders umstritten ist jedoch eine andere Vorschrift: Sonnenschirme sind grundsätzlich verboten. Ausnahmen gelten lediglich für Familien mit Kindern bis zehn Jahren sowie für Personen ab 65 Jahren. Pavillons, Zelte und ähnliche Schattenspender dürfen ebenfalls nicht aufgebaut werden. Für die meisten Badegäste bedeutet das, den Tag unter der sardischen Sommersonne ohne eigenen Sonnenschutz verbringen zu müssen.

Begrenzte Besucherzahlen und strenge Kontrollen

Hinzu kommen weitere Einschränkungen. Der Zutritt zur Bucht ist nur zwischen 8 und 20.30 Uhr erlaubt. Die Zahl der Besucher wird streng begrenzt, ebenso die Anzahl der Fahrzeuge, die den Strandbereich erreichen dürfen. Regelmäßige Kontrollen sollen die Einhaltung der Vorgaben sicherstellen. Darüber hinaus gelten die üblichen Naturschutzbestimmungen. Das Entfernen von Sand, Steinen oder Muscheln ist ebenso untersagt wie das Beschädigen der Vegetation oder das Zurücklassen von Abfällen.

Schutz für ein empfindliches Ökosystem

Die Gemeinde begründet die Maßnahmen mit dem Schutz des empfindlichen Ökosystems von Punta Molentis. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Belastungsgrenze des Strandes erreicht sei. Die besondere Beschaffenheit des Küstenabschnitts mache eine Reduzierung des Besucheraufkommens notwendig. Auch die Folgen eines schweren Brandes im Sommer 2025 spielen bei den Entscheidungen eine Rolle. Damals wurden große Flächen der umliegenden Vegetation zerstört und zahlreiche Fahrzeuge beschädigt. 


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