Scharfe Kritik an UEFA-Präsident: Teams um Österreich-Gegner Jordanien entfachen Debatte
USA. Mehrere Verbände um Österreichs WM-Gegner Jordanien haben UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin heftig kritisiert. Dieser sorgte zuvor mit einer Aussage über die Aufstockung des Turniers für Aufsehen.

Die Kritik von UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin an der auf 48 Teams erweiterten Weltmeisterschaft sorgt für heftige Reaktionen.
Gleich 13 Nationen haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme gegen die Aussagen des Slowenen gestellt – darunter Marokko, Haiti sowie Deutschlands WM-Gruppengegner Curaçao und die Elfenbeinküste sowie Österreichs WM-Auftaktgegner Jordanien.
Verbände kritisieren UEFA-Boss Ceferin
Ceferin hatte bei einem Medientermin in Ljubljana die Aufstockung des Turniers kritisiert. Zwar eröffne das neue Format kleineren Fußballnationen zusätzliche Chancen auf eine WM-Teilnahme, für den Fußball insgesamt sei die Vergrößerung jedoch nicht förderlich. Seine Begründung: Viele Partien würden dadurch „völlig uninteressant“ werden.
Diese Aussagen wollen mehrere Verbände aus Afrika, Asien und der Karibik nicht unkommentiert stehen lassen. In ihrer gemeinsamen Erklärung widersprechen sie dem UEFA-Chef deutlich.
Gemeinsame Stellungnahme mehrerer Verbände
„Wir weisen diese Äußerungen respektvoll, aber entschieden zurück. Für unsere Länder gibt es keine unwichtigen WM-Spiele“, teilten die Teams unter anderem in der Stellungnahme mit.
Für viele Nationen bedeute die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft weit mehr als nur sportlichen Erfolg. Sie sei ein Meilenstein für die Entwicklung des Fußballs im jeweiligen Land und ein Ereignis, das Menschen über Generationen hinweg präge.
Teilnahme ein „historischer Moment“
Entsprechend deutlich fällt die Kritik an Ceferins Wortwahl aus. „Die Andeutung, diese Spiele seien weniger wichtig, ist zutiefst enttäuschend und verkennt die Anstrengungen, Opfer und Hoffnungen von Spielern, Trainern, Vereinen, Fußballfunktionären und Fans weltweit“, heißt es weiter.
Die beteiligten Verbände betonen zudem, dass die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft für viele kleinere Fußballnationen ein historischer Moment sei. „Sie ist ein Moment, der eine Generation inspiriert, die Entwicklung des Fußballs beschleunigt und bleibende Erinnerungen schafft“, hoben die Vereinigungen hervor.
„Wir sind überzeugt, dass jede qualifizierte Nation Respekt verdient“, richten sie UEFA-Präsident Ceferin unmissverständlich aus.


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