20.000 Euro Schaden durch Rücksendungen: Ermittlungen aus Niederösterreich führen zu Festnahme
WIENER NEUSTADT/NIEDERÖSTERREICH. Nach monatelangen Ermittlungen haben niederösterreichische Kriminalbeamte ein mutmaßliches Betrugssystem aufgedeckt, bei dem durch vorgetäuschte Schadensfälle und missbräuchliche Rücksendungen zahlreiche Artikel von Onlinehändlern erlangt worden sein sollen.

Der entstandene Schaden beläuft sich laut Polizei auf mehr als 20.000 Euro.
Ermittlungen seit März
Die Ermittlungen wurden von Bediensteten des Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Vösendorf geführt. Seit März 2026 standen ein 40-jähriger Mann und seine ebenfalls 40-jährige Ehefrau aus Wien-Floridsdorf im Fokus der Ermittler. Die beiden stehen im Verdacht, über einen längeren Zeitraum systematisch Onlinehändler getäuscht zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sie Schäden an gelieferten Waren vorgetäuscht beziehungsweise Rücksendungen missbräuchlich genutzt haben, um sich Waren unrechtmäßig anzueignen. Auf diese Weise sollen hunderte Artikel erlangt worden sein.
Festnahme in Wien
Auf Anordnung des Landesgerichts Wiener Neustadt wurden die beiden Beschuldigten am 10. Juni 2026 an ihrer Wohnadresse in Wien festgenommen. Im Anschluss erfolgte eine Hausdurchsuchung, bei der die Ermittler eine große Anzahl an Gegenständen sicherstellten. Nach Angaben der Polizei wurden dabei mehr als 480 Artikel gefunden, die vermutlich aus den mutmaßlichen Straftaten stammen. Die Ermittlungen zu deren Herkunft dauern an.
Schadenssumme von mehr als 20.000 Euro
Die bislang bekannte Schadenssumme liegt bei über 20.000 Euro. Ob sich dieser Betrag im Zuge der weiteren Ermittlungen noch erhöhen wird, ist derzeit offen. Die Behörden prüfen, ob weitere Onlinehändler geschädigt wurden und ob zusätzliche Betrugshandlungen nachgewiesen werden können. Die große Anzahl sichergestellter Gegenstände deutet darauf hin, dass die mutmaßlichen Taten über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgt sein könnten.
Beschuldigte schweigen
Bei ihren Einvernahmen machten die beiden Festgenommenen von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wurden sie in den Abendstunden des 11. Juni 2026 in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.


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