Samariterbund warnt vor Hitze und Badeunfällen
WIEN. Vor dem kommenden heißen Wochenende ruft der Samariterbund zu besonderer Vorsicht auf. Hohe Temperaturen belasten den Kreislauf, gleichzeitig steigt mit dem Andrang auf Seen und Freibäder auch das Risiko von Badeunfällen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke.

Mit Temperaturen deutlich über 30 Grad geraten viele Menschen an ihre körperlichen Grenzen. Der Samariterbund weist darauf hin, dass Hitzeerschöpfung, Kreislaufprobleme und Sonnenstiche zu den häufigsten gesundheitlichen Folgen zählen. Wie der Samariterbund am 18. Juni berichtet, sind vor allem ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen mit Vorerkrankungen betroffen.
Nach Angaben der Hilfsorganisation sterben in Österreich jedes Jahr mehr Menschen an den Folgen extremer Hitze als bei Verkehrsunfällen. Besonders in Städten macht sich die Belastung bemerkbar. Dort liegen die Temperaturen tagsüber deutlich höher als im ländlichen Raum, während sich die aufgeheizten Flächen auch nachts nur langsam abkühlen.
Mehr Einsätze an Hitzetagen
An besonders heißen Tagen steigt die Zahl der medizinischen Notfälle deutlich an. Laut Samariterbund werden Rettungsdienste an solchen Tagen um bis zu 20 Prozent häufiger alarmiert als im Jahresdurchschnitt.
Um für die Belastung gerüstet zu sein, sind die Einsatzfahrzeuge mit Klimaanlagen ausgestattet. Gleichzeitig appellieren die Experten, regelmäßig zu trinken und auf Warnsignale des Körpers zu achten. Bei ernsthaften Beschwerden sollte umgehend die Rettung verständigt werden.
Kinder am Wasser nie unbeaufsichtigt lassen
Mit den hohen Temperaturen zieht es viele Menschen zur Abkühlung an Seen, Flüsse und in Freibäder. Dort lauern jedoch zusätzliche Gefahren. Rund 40 Menschen ertrinken in Österreich jedes Jahr.
Die Wasserrettung des Samariterbundes fordert Eltern und Aufsichtspersonen daher auf, Kinder beim Baden ständig im Blick zu behalten. Schwimmhilfen könnten die Aufsicht durch Erwachsene nicht ersetzen. Besonders gefährlich sei, dass Ertrinken meist lautlos passiert.
Langsam ins Wasser gehen
Auch Erwachsene sollten beim Sprung ins kühle Nass vorsichtig sein. Nach Angaben der Wasserrettung kann der plötzliche Temperaturunterschied einen Kälteschock auslösen. Dabei verengen sich die Blutgefäße schlagartig und der Blutdruck steigt stark an.
Empfohlen wird daher, den Körper zunächst mit Wasser abzukühlen und anschließend langsam ins Wasser zu gehen. So kann sich der Organismus schrittweise an die niedrigeren Temperaturen anpassen.


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