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Plötzliche Absage: Deutscher Traditionsklub sagt Trainingslager im Mühlviertel ab

Tips LogoManuel Tonezzer, 09.07.2026 16:15

DEUTSCHLAND/ULRICHSBERG. Eigentlich hätte der deutsche Traditionsklub 1860 München kommende Woche in Ulrichsberg im Mühlviertel ein Trainingslager abhalten sollen. Dazu kommt es nun aber nicht – die „Löwen“ sagten ihre Reise nach Oberösterreich ab.

Der deutsche Viertligist 1860 München hat das Trainingslager in Ulrichsberg kurzfristig abgesagt. Foto: APA-Images / dpa Picture Alliance / Frank Hoermann

Der deutsche Traditionsklub TSV 1860 München hat sein geplantes Sommer-Trainingslager im oberösterreichsichen Ulrichsberg (Bezirk Rohrbach) kurzfristig abgesagt.

Wie der Viertligist am Mittwoch bekanntgab, wird die Mannschaft damit in der Woche vom 13. bis 19. Juli 2026 nicht ins Mühlviertel reisen.

Verein kennt keine Gründe

Gründe für die Entscheidung nannten die Münchner in ihrer Mitteilung nicht. Möglicherweise hängt die Absage aber mit dem Insolvenzantrag der „Löwen“ sowie dem Zwangsabstieg in die Regionalliga zusammen. 

Der Verein betonte jedoch, dass man die Absage bedauere, da sich zahlreiche Fans bereits auf den Aufenthalt in der Region sowie auf die gastfreundlichen Organisatoren vor Ort gefreut hätten.

Klub bleibt in München

Stattdessen wird das Team die Vorbereitung auf die neue Saison auf dem vereinseigenen Trainingsgelände an der Grünwalder Straße fortsetzen. Dort soll in den kommenden Tagen intensiv gearbeitet werden, ehe mit der 1. Runde des Toto-Pokals das erste Pflichtspiel ansteht.

Auch der Fahrplan für die neue Regionalliga-Saison steht bereits fest. Der TSV 1860 München startet am 1. August 2026mit einem Auswärtsspiel beim FC Schweinfurt in die neue Spielzeit. 

Insolvenzverfahren und Zwangsabstieg

In der kommenden Saison startet der TSV 1860 München in der viertklassigen Regionalliga Bayern. Dorthin wurden die Löwen zwangsweise versetzt, nachdem ihnen die Lizenz für die 3. Liga entzogen worden war.

Der große Schock folgte am 3. Juni 2026: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verweigerte dem Traditionsverein die Lizenz für die 3. Liga. Hintergrund war, dass Investor Hasan Ismaik eine zugesagte Finanzierung nicht fristgerecht nachweisen konnte.

Der Verein legte daraufhin Beschwerde gegen die Entscheidung ein. Dabei sollte geprüft werden, ob ein von Ismaik eingereichter Finanzierungsnachweis nachträglich doch noch anerkannt werden kann. Der DFB wies die Beschwerde jedoch zurück – damit war der Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern endgültig besiegelt.

Inzwischen wurde zudem über die Spielbetriebsgesellschaft des Klubs ein Insolvenzverfahren eröffnet. Betroffen ist die Gesellschaft, die bislang gemeinsam vom Stammverein und Investor Hasan Ismaik geführt wurde.

 


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