Bis zu 40 Grad: Extreme Hitze verschärft Dürre und belastet die Psyche
ÖSTERREICH. Bis zu 40 Grad, kaum Regen und kein Ende der Hitzewelle in Sicht: Experten warnen jetzt auch vor den psychischen Folgen der extremen Temperaturen.

Österreich steuert auf den bislang heißesten Abschnitt des Sommers zu. Bereits bis Freitag klettern die Temperaturen laut GeoSphere Austria auf bis zu 38 oder 39 Grad, lokal sind sogar 40 Grad möglich. Besonders betroffen ist der Osten des Landes. Eine nachhaltige Abkühlung ist derzeit nicht in Sicht. Zwar könnte eine schwache Störung am Samstag kurzfristig für etwas niedrigere Temperaturen sorgen, doch bereits am Sonntag und Montag werden vielerorts erneut bis zu 35 Grad erwartet.
Trockenheit verschärft sich weiter
Mit der Hitze bleibt auch die extreme Trockenheit ein zentrales Problem. Seit Dezember 2025 fiel österreichweit deutlich zu wenig Niederschlag. Bis Ende Juli wurden erst rund 426 Millimeter Regen gemessen – rund 30 Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt. Laut GeoSphere Austria war es in den ersten sieben Monaten eines Jahres seit Beginn der Messungen im 20. Jahrhundert noch nie so trocken. Die wenigen Gewitter der vergangenen Wochen konnten die anhaltende Dürre kaum lindern.
Hitze trifft auch die Psyche
Doch die Auswirkungen der Hitzewelle gehen weit über körperliche Belastungen hinaus. Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) warnt vor den oft unterschätzten psychischen Folgen hoher Temperaturen. Eine Studie der Gesundheit Österreich GmbH zeigt: Mehr als jeder Zweite fühlte sich während des Hitzesommers 2024 energieloser, 38 Prozent berichteten von geringerer Belastbarkeit und fast ein Drittel verlor die Freude an gewohnten Aktivitäten.
Hitze kann außerdem Konzentration und Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigen, die Reizbarkeit erhöhen und Konflikte begünstigen. Langanhaltende Hitzeperioden stehen laut Experten zudem mit einem höheren Risiko für Depressionen, Angststörungen sowie Alkohol- und Substanzkonsum in Zusammenhang.
Experten raten zu Pausen und Rücksicht
Der BÖP empfiehlt, Warnsignale wie Erschöpfung, Gereiztheit oder Konzentrationsprobleme ernst zu nehmen und auf besonders gefährdete Menschen zu achten. Arbeitgeber sollten Arbeitszeiten an die Temperaturen anpassen, ausreichend Pausen ermöglichen und Hitzebelastungen aktiv berücksichtigen. Denn fest steht: Die aktuelle Hitzewelle fordert nicht nur den Körper – sondern auch die Psyche.


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