Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GRIECHENLAND. In Griechenland breitet sich das West-Nil-Virus derzeit ungewöhnlich stark aus. Bis zum 19. August wurden landesweit 157 Infektionen registriert. 13 Menschen starben nach einer Infektion. Damit erreicht das Land den höchsten Stand seit Jahren.

Symbolbild: raisondtre/stock.adobe.com
Symbolbild: raisondtre/stock.adobe.com

Allein innerhalb einer Woche kamen 47 neue Fälle und vier weitere Todesfälle hinzu. Berichten zufolge wurden Ende Juli 42 Erkrankungen bekannt. Die Zahl hat sich damit innerhalb weniger Wochen nahezu vervierfacht. Besonders betroffen ist der Großraum Athen, allen voran der Osten der Region Attika. Dort wurden zahlreiche Fälle in mehreren Gemeinden festgestellt.

Viele Erkrankte kämpfen mit neurologischen Folgen

Besonders alarmierend ist die Zahl der schweren Krankheitsverläufe. Von den 157 bestätigten Infektionen gingen 116 mit Beschwerden des zentralen Nervensystems einher. Dazu zählen unter anderem Hirnhaut- und Gehirnentzündungen sowie akute schlaffe Lähmungen. Zuletzt wurden 42 Patienten stationär behandelt, 23 davon auf Intensivstationen. Die Todesfälle betrafen vor allem ältere Menschen. Das mittlere Alter der Verstorbenen lag bei 82 Jahren, alle waren über 65 Jahre alt.

Tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher sein

Die offiziellen Zahlen dürften allerdings nur einen Teil der tatsächlichen Infektionen zeigen. Viele Menschen entwickeln nach einer Ansteckung überhaupt keine Beschwerden oder leiden lediglich unter milden Symptomen. Experten gehen deshalb davon aus, dass deutlich mehr Menschen infiziert sein könnten als die Statistik vermuten lässt. Bei symptomatischen Erkrankungen können unter anderem Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Muskelschmerzen auftreten. In schweren Fällen sind neurologische Komplikationen möglich.

Wetter begünstigt die Mücken

Als einen möglichen Grund für die ungewöhnlich starke Ausbreitung sehen Experten die Wetterbedingungen in diesem Jahr. Ein milder Winter sowie vergleichsweise viel Regen im Frühjahr sorgten für günstige Bedingungen für Stechmücken. Die Kombination aus Wärme und stehenden Gewässern kann die Entwicklung der Mückenpopulationen fördern. Das Virus wird durch infizierte Stechmücken übertragen. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch findet normalerweise nicht statt.

Behörden verstärken Mückenbekämpfung

Aufgrund der steigenden Zahlen haben die Behörden ihre Maßnahmen ausgeweitet. In besonders betroffenen Gebieten rund um Athen werden gezielte Sprühaktionen durchgeführt, um die Mückenpopulation einzudämmen. Auch die Ärztekammer von Athen fordert angesichts der aktuellen Entwicklung weitere Maßnahmen.


Mehr zum Thema


Weitere Beiträge

Mann (66) stürzt über Bord: Ehefrau kann erst Tage später Hilfe holen

Mann (66) stürzt über Bord: Ehefrau kann erst Tage später Hilfe holen

GRIECHENLAND/ITALIEN. Dramatische Szenen im Ionischen Meer: Ein spanischer Urlauber ist während einer Segeltörn zwischen Sizilien und Griechenland ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Badeverbot in Italien: 25 Kinder nach Schwimmen im Meer krank

Badeverbot in Italien: 25 Kinder nach Schwimmen im Meer krank

MANDATORICCIO/ITALIEN. Schock für Urlauber in Italien: Nach einem Tag am Meer sind rund 25 Kinder in Mandatoriccio erkrankt. Mehrere junge ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Über 1.000 Euro Strafe nach Hundekauf: Qualzucht kann auch Käufer teuer kommen

Über 1.000 Euro Strafe nach Hundekauf: Qualzucht kann auch Käufer teuer kommen

WIEN. Wer einen Hund mit deutlich erkennbaren Qualzuchtmerkmalen kauft, riskiert in Österreich nicht nur hohe Tierarztkosten, sondern auch ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Neuer Selfie-Point setzt Attersee-Panorama in Szene

Neuer Selfie-Point setzt Attersee-Panorama in Szene

SALZKAMMERGUT. In Steinbach am Attersee lädt ein neuer Selfie-Point mit Holzrahmen, weißen Vorhängen und eindrucksvollem Blick auf See und ...

Tips - total regionalThomas Leitner
LASK schafft Wunder – mit 5:1 nach Verlängerung in die Königsklasse

LASK schafft Wunder – mit 5:1 nach Verlängerung in die Königsklasse

LINZ. Mit einer fulminanten Leistung macht der LASK im Rückspiel des Champions League Play-offs gegen Celtic Glasgow sensationell das 0:3 aus ...

Tips - total regionalOnline Sportredaktion
Kind (8) schwimmt in See und stirbt an seltener Infektion

Kind (8) schwimmt in See und stirbt an seltener Infektion

LOUISIANA/USA. Ein harmloser Ausflug zum See nahm für ein achtjähriges Mädchen aus Louisiana ein tragisches Ende. Nach dem Schwimmen in einem ...

Tips - total regionalVerena Beneder, LL.B.
Weitere Beiträge