Millionen-Insolvenz in Niederösterreich: Traditionsbetrieb muss schließen
NIEDERÖSTERREICH. Das endgültige Aus für eine traditionsreiche Kaffeerösterei in Niederösterreich ist besiegelt: Die Helmut Sachers Kaffee GmbH wurde im Zuge des Konkursverfahrens geschlossen.

Millionenforderungen wurden angemeldet.
Geschäftsbetrieb vollständig eingestellt
Am 9. Juli 2026 wurde am Landesgericht Wiener Neustadt ein Konkursverfahren über die Helmut Sachers Kaffee GmbH eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz in Oeynhausen betreibt eine Kaffeerösterei und handelt unter anderem mit Kaffee, Tee und Zubehör. Beliefert wurden Gastronomiebetriebe, Hotels, Lebensmittelhändler und Privathaushalte.
Bei der nun stattgefundenen Berichts- und Prüfungstagsatzung wurde bekannt, dass der Geschäftsbetrieb inzwischen vollständig eingestellt wurde. Das Unternehmen wurde konkursgerichtlich geschlossen.
22 Mitarbeiter betroffen
Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung waren 22 Mitarbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt. Mittlerweile wurden sämtliche Dienstverhältnisse beendet.Auch die Standorte werden abgewickelt. Der Wiener Standort wurde bereits geräumt und an die Vermieterin zurückgegeben. Für die Räumlichkeiten wurde bereits ein Nachmieter gefunden.
Auch die Zentrale in Oeynhausen soll noch geräumt und an die Vermieterin zurückgestellt werden.
4,6 Millionen Euro Forderungen
Besonders deutlich wird die Dimension der Insolvenz bei den Forderungen. Insgesamt wurden im Konkursverfahren rund 4,6 Millionen Euro angemeldet. Davon wurden rund 4,3 Millionen Euro anerkannt.
Eine abschließende Einschätzung darüber, wie hoch die Konkursquote für die Gläubiger ausfallen wird, ist derzeit noch nicht möglich.
Sanierungsverfahren im Jahr 2017
Für die Helmut Sachers Kaffee GmbH ist es nicht das erste Insolvenzverfahren. Bereits 2017 wurde ein Sanierungsverfahren eingeleitet. Damals erfüllte das Unternehmen den ausgehandelten Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent.
Nun steht der traditionsreiche Kaffeebetrieb endgültig vor dem Aus.
Weiterer Bericht im Jänner
Wie es mit dem Insolvenzverfahren weitergeht, soll sich in den kommenden Monaten zeigen. Ein weiterer Bericht des Insolvenzverwalters wird laut AKV für Mitte Jänner erwartet. Erst danach ist eine abschließende Einschätzung der Quotenaussicht möglich.








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