Last Soul Ultra wird global: Extrem-Laufevent von Kim Gottwald expandiert 2027
DEUTSCHLAND. Das Extrem-Laufevent „Last Soul Ultra“ wird 2027 zum dritten Mal ausgetragen – und erstmals zum globalen Bewerb. Drei Qualifikationsrennen auf drei Kontinenten führen zum großen Finale im August in Deutschland.

Das vom deutschen Ultraläufer Kim Gottwald gegründete Extrem-Laufevent „Last Soul Ultra“ geht im nächsten Jahr in die nächste Runde.
Wie der Veranstalter am Sonntag, 20. September, mitteilte, wird der Bewerb 2027 nicht nur zum insgesamt dritten Mal ausgetragen, sondern auch grundlegend überarbeitet. Das Rennen soll künftig weltweit stattfinden und damit in eine neue Dimension vorstoßen.
Finale in Deutschland
Beim kommenden „Last Soul Ultra“ wird es drei Qualifikationsturniere und ein großes Finale geben. Den Auftakt macht im Februar ein Bewerb in den USA, im April folgt die Qualifikation im Vereinigten Königreich.
Im Juni geht es schließlich nach Australien, ehe im August das große Finale in Deutschland auf dem Programm steht. Die genauen Veranstaltungsorte sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Mehr Chancen für Deutsche
Auch für deutsche Athletinnen und Athleten soll es zusätzliche Möglichkeiten geben, sich für das Finale zu qualifizieren. Nach Angaben des Veranstalters sind Partnerschaften mit Backyard-Rennen in Deutschland geplant.
Die Gewinner dieser Bewerbe sollen ebenfalls einen Startplatz beim großen Finale erhalten.
15 Plätze für die Gesamtwertung
Das Qualifikationssystem sieht pro Qualifikationsrennen 15 Startplätze für die besten Teilnehmer der Gesamtwertung sowie mindestens fünf weitere Plätze für die besten Frauen vor. Überschneidungen werden dabei nur einmal gezählt.
Wer sich beispielsweise sowohl über die Gesamtwertung als auch über die Frauenwertung qualifiziert, erhält ebenfalls nur einen Platz im Finale. Auch eine Qualifikation über mehrere Rennen führt nicht zu mehreren Finalplätzen.
Bei Gleichständen können zusätzliche Athletinnen und Athleten einen Startplatz erhalten. Weitere Qualifikationsmöglichkeiten sollen zudem noch bekannt gegeben werden.
Für das Qualifikationsrennen in den USA sind bereits Anmeldungen möglich. Insgesamt sollen dort 200 Athletinnen und Athleten an den Start gehen.
So funktioniert ein Backyard Ultra
Ein Backyard Ultra ist kein gewöhnlicher Ultralauf. Statt eine festgelegte Gesamtstrecke möglichst schnell zu bewältigen, müssen die Teilnehmer immer wieder dieselbe Runde absolvieren – und das unter einem strengen Zeitlimit.
Das Format wurde 2011 vom US-Amerikaner Gary Cantrell ins Leben gerufen. Die Regeln sind einfach, machen den Bewerb aber zu einer extremen Ausdauerprüfung: Zu jeder vollen Stunde müssen die Läufer eine 6,706 Kilometer lange Runde absolvieren.
Wer die Runde innerhalb der vorgegebenen Stunde beendet, kann die verbleibende Zeit zum Essen, Trinken, Schlafen oder Erholen nutzen.
Mit Beginn der nächsten Stunde muss jedoch wieder jeder Teilnehmer an der Startlinie stehen. Wer eine Runde nicht rechtzeitig beendet oder nicht pünktlich zum nächsten Start erscheint, scheidet aus.
Das Rennen geht so lange weiter, bis nur noch eine Person übrig bleibt. Gewonnen hat jene Athletin oder jener Athlet, die beziehungsweise der als Letzte oder Letzter eine Runde erfolgreich alleine absolviert.








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