Bis zu 1.500 Euro Strafe: Griechenland greift bei Reservierungen durch
GRIECHENLAND. In Griechenland sorgen illegale Reservierungen für Ummut. Das Urlaubsland greift deshalb mit Sanktionen durch.

Konkret geht es um illegale Parkplatzreservierungen. Anwohner stellen Stühle, Kegel, Ketten oder Pflanzkübel auf die Straße, um Stellflächen vor ihren Häusern oder Geschäften freizuhalten. Der neue Straßenverkehrskodex sieht dafür empfindliche Strafen vor.
Stühle und Ketten auf der Straße
Vor allem in Städten mit knappem Parkraum versuchen manche Bewohner, sich einen Stellplatz zu sichern. Dafür werden die unterschiedlichsten Gegenstände auf der Fahrbahn platziert. Auch selbst angebrachte Schilder kommen zum Einsatz. Die Vorstellung, dass der Straßenabschnitt direkt vor dem eigenen Haus automatisch zum eigenen Parkplatz gehört, ist jedoch falsch. Öffentliche Verkehrsflächen dürfen nicht eigenmächtig für private Zwecke beansprucht werden.
350 Euro für blockierte Parkflächen
Wer einen öffentlichen Straßenabschnitt beispielsweise mit einem Stuhl, Kegel, einer Kette oder einem Pflanzkübel blockiert, riskiert nach dem neuen griechischen Straßenverkehrskodex ein Bußgeld von 350 Euro. Die Gegenstände verschaffen dem Aufsteller kein persönliches Nutzungsrecht an der Parkfläche. Das gilt auch dann, wenn sich der Stellplatz unmittelbar vor dem eigenen Grundstück befindet.
Bis zu 1.500 Euro bei falschen Schildern
Noch teurer kann es werden, wenn unerlaubte Verkehrsschilder aufgestellt werden. Wer Schilder oder Einrichtungen anbringt, die offiziellen Verkehrszeichen ähneln und Verkehrsteilnehmer irreführen können, muss mit bis zu 1.500 Euro Strafe rechnen. In bestimmten Fällen sind zusätzlich strafrechtliche Konsequenzen möglich. Die 1.500 Euro gelten damit nicht automatisch für jeden Stuhl oder Kegel auf der Straße. Für das einfache Blockieren einer Verkehrsfläche sind grundsätzlich 350 Euro vorgesehen.







