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WIEN. Knuspriges Gansl, Rotkraut und gemütliche Stunden im Gasthaus: In Wien steht die Ganslsaison vor der Tür. Viele Wirte melden bereits volle Reservierungsbücher und rechnen mit guten Umsätzen.

Gastro-Obmann Thomas Peschta blickt zuversichtlich auf die Gansl-Saison. (Foto: Florian Wieser/WKW)
Gastro-Obmann Thomas Peschta blickt zuversichtlich auf die Gansl-Saison. (Foto: Florian Wieser/WKW)

Die Vorfreude auf das traditionelle Martinigansl steigt! Mit dem nahenden November beginnt in Wiens Gasthäusern wieder die beliebte Ganslsaison. Eine aktuelle Umfrage unter Wienern zeigt: Das Ganslessen beim Wirt ist weiterhin besonders gefragt. Auch die Gastronomiebetriebe blicken optimistisch auf die kommenden Wochen.

Darum essen Wiener ihr Gansl lieber beim Wirt

Einmal im Jahr gehört das Gansl für viele einfach zum Gasthausbesuch dazu. Laut der aktuellen Umfrage ist die Tradition das wichtigste Argument für ein Ganslessen außer Haus. Gleich dahinter folgt der Geschmack.

Auch die aufwendige Zubereitung spielt eine Rolle. Viele Gäste möchten nicht stundenlang in der Küche stehen, sondern das Essen lieber gemeinsam mit Familie oder Freunden genießen.

Ein weiterer Trend zeichnet sich bei der Herkunft ab: 27 Prozent der Befragten würden eine Bio-Gans bevorzugen. Allerdings stellen die hohen Einkaufs- und Energiekosten die Wirte vor Herausforderungen. Bio-Gansl zu einem für Gäste akzeptablen Preis anzubieten, sei laut Gastronomie-Obmann Thomas Peschta nicht einfach.

Viele Gasthäuser bereits ausgebucht

Für die Wiener Gastronomie ist die Ganslsaison auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Laut Peschta spielt sie für 85 Prozent der Betriebe eine wichtige Rolle.

Die Buchungslage stimmt jedenfalls optimistisch. Zahlreiche Restaurants haben bereits volle Reservierungsbücher. Wer sein Ganslessen mit Familie oder Freunden plant, sollte sich daher rechtzeitig einen Tisch sichern.

Wirte appellieren an ihre Gäste

Angesichts der hohen Nachfrage richtet Peschta auch einen Appell an die Gäste: Reservierungen sollten unbedingt eingehalten oder rechtzeitig storniert werden.

Der Grund liegt im hohen Wareneinsatz. Eine bereits gebratene Gans lässt sich nicht einfach am nächsten Tag verkaufen. Bleiben reservierte Gäste ohne Absage fern, entsteht für den Betrieb ein finanzieller Verlust.

„Ganslsaison ist gelebte Tradition“, betont Peschta. Für die Wiener Gasthäuser stehen damit genussreiche und wirtschaftlich wichtige Wochen bevor.


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