Frau warnt: Hund stirbt nach Spielen mit 14-Euro-Spielzeug
LANCASHIRE/ENGLAND. Ein Hundespielzeug wurde für eine Frau aus Großbritannien zum Albtraum. Ihr fünfjähriger Cane Corso starb, nachdem er Teile eines Seilspielzeugs verschluckt hatte. Nun will seine Besitzerin andere Tierhalter vor den möglichen Gefahren solcher Produkte warnen.

Für Antonia S. aus Lancashire begann die Tragödie am 7. Oktober. Ihr Hund Cane, der rund 95 Kilogramm wog, wollte plötzlich sein Abendessen nicht mehr fressen. Kurz zuvor hatte die 31-Jährige mit ihm und einem Seilspielzeug Tauziehen gespielt. Als Cane auch am nächsten Tag die Nahrung verweigerte, brachte sie ihn zum Tierarzt. Dort wurde ein Darmverschluss festgestellt. Der Hund musste dringend operiert werden.
Seil unterbricht Blutversorgung
Während der Notoperation zeigte sich das ganze Ausmaß der Tragödie. Teile des Seilspielzeugs hatten sich im Magen und Darm festgesetzt. Das Material hatte sich um den Darm gelegt und die Blutversorgung unterbrochen. Die betroffenen Darmabschnitte waren bereits dunkel verfärbt.
Trotz aller Bemühungen konnten die Tierärzte die Durchblutung nicht wiederherstellen. Für Cane gab es keine Rettung mehr. Seine Besitzerin musste sich von ihrem geliebten Vierbeiner verabschieden. Innerhalb von nur zwei Tagen verlor sie ihren fünf Jahre alten Hund.
Besitzerin fordert strengere Regeln
Das Seilspielzeug hatte umgerechnet rund 14 Euro gekostet. Berichten zufolge soll es sich um ein Produkt gehandelt haben, das auch für kräftige Kauer beworben wurde. Nach dem Tod ihres Hundes begann die Besitzerin, öffentlich vor den möglichen Risiken solcher Spielzeuge zu warnen. Sie berichtete, dass sich nach der Veröffentlichung ihrer Geschichte weitere Tierhalter mit ähnlichen Erfahrungen bei ihr gemeldet hätten. Ob in diesen Fällen dieselben Ursachen vorlagen, ist allerdings nicht abschließend geklärt.
Die Besitzerin hat inzwischen eine Petition gestartet. Sie fordert strengere gesetzliche Sicherheitsvorschriften für Hundespielzeug sowie bessere Kontrollen und deutlichere Warnhinweise. Medienberichten zufolge sollen für die tierärztliche Behandlung und damit verbundene Kosten rund 4.000 britische Pfund angefallen sein.







