Radleihsystem in Salzburg boomt: Schon 165.000 Fahrten registriert
SALZBURG. Das neue Radleihsystem S-bike in Salzburg ist erfolgreicher als erwartet. In nur zweieinhalb Monaten wurden mehr als 165.000 Fahrten registriert. Jetzt soll das Angebot deutlich ausgebaut werden – auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Seit dem Start am 17. August 2026 entwickelt sich das neue S-bike-Radleihsystem in Salzburg zu einem echten Renner. Die erste Zwischenbilanz fällt überraschend positiv aus: Bis Ende Oktober wurden bereits mehr als 165.000 Fahrräder ausgeliehen. Dabei legten die Nutzer insgesamt über 535.000 Kilometer zurück. Das entspricht mehr als 13 Erdumrundungen.
Mehr als 600 Fahrräder an 55 Stationen
Derzeit stehen in der Stadt Salzburg mehr als 600 S-bikes an insgesamt 55 Stationen zur Verfügung. Besonders auffällig: Rund 70 Prozent aller Fahrten werden mit dem Klimaticket durchgeführt. Das zeigt laut Land Salzburg, dass viele Fahrgäste das Leihfahrrad als Ergänzung zu Bus und Bahn nutzen.
„Mehr als 165.000 Ausleihen in so kurzer Zeit sind ein starkes Signal“, freut sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Wolfgang Mayer über die Zwischenbilanz.
350 zusätzliche Fahrräder für 2027 möglich
Aufgrund der hohen Nachfrage soll das Angebot weiter wachsen. Noch heuer ist geplant, die Flotte auf 690 Fahrräder aufzustocken. Im Jahr 2027 könnten weitere 350 S-bikes dazukommen. Auch zusätzliche Verleihstationen sind vorgesehen.
Ein wichtiger Punkt bleibt allerdings offen: Die geplanten Stationen am Salzburger Hauptbahnhof am Südtiroler Platz sowie an weiteren S-Bahn-Stationen. Hier hoffen die Verantwortlichen auf eine rasche Einigung zwischen den ÖBB und der Stadt Salzburg.
S-bike könnte bald auch ins Salzburger Umland kommen
Der Erfolg weckt mittlerweile auch außerhalb der Stadt Interesse. Mehrere Umlandgemeinden überlegen, das Radleihsystem ebenfalls einzuführen. Konkrete Standortvorschläge gibt es bereits.
Für die Erweiterung braucht es allerdings ein gemeinsames Konzept und entsprechende Finanzierungsvereinbarungen. Wie in der Stadt Salzburg soll das Land über die Salzburger Verkehrsverbund GmbH die Hälfte der Kosten übernehmen, die jeweilige Gemeinde die andere Hälfte.
„Gleichzeitig wollen wir die Voraussetzungen schaffen, um S-bike schrittweise auch in die Umlandgemeinden zu bringen“, erklärt Mayer. Wann die ersten zusätzlichen Gemeinden tatsächlich eingebunden werden, steht noch nicht fest.








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