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LINZ/OÖ. Das Land Oberösterreich und die Kulturplattform (Kupf) OÖ schreiben erstmals das Sonderförderprogramm „Extra 2021“ zum Thema „Neustart“ aus. Projekte, die sich mit neuen Ansätzen der Kulturarbeit beschäftigen, können bis 28. Juni eingereicht werden.

von links: Margot Nazzal, Leiterin der Kulturdirektion des Landes OÖ, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Kupf OÖ Geschäftsführer Thomas Diesenreiter informieren über ein neues Sonderförderprogramm für Kulturprojekte. (Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer)

Der genaue weitere Verlauf der Covid-19-Krise ist nicht planbar. Dennoch sei es wichtig, in die Zukunft eines künstlerischen und kulturellen Lebens vorzudenken, meinen das Land Oberösterreich und die Kupf OÖ. Sie haben daher gemeinsam das neue Sonderförderprogramm „Extra 20212“ zum Thema „Neustart“ ins Leben gerufen. „Als Land tun wir in dieser Krise alles, was möglich ist, um Kultur- und Medienschaffende unbürokratisch zu unterstützen und die Zukunft der Kultureinrichtungen zu sichern. Wenn wir den Neustart des kulturellen und künstlerischen Lebens planen, müssen wir jetzt beginnen. Das Sonderförderprogramm, das zusätzlich zum regulären Kulturbudget finanziert wird, ist ein Zeichen, dass wir das kulturelle und künstlerische Leben gestärkt aus der Pandemie herausführen werden“, führt Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) aus

Angebot für unabhängige Kulturinitiativen und Kollektive

Eingereicht werden können Projekte, die sich mit Themen rund um die Entwicklung neuer Ansätze der Kulturarbeit befassen. Dazu zählen etwa neue Formate, die Fragestellungen nachgehen, die durch die Pandemie aufgeworfen wurden. Offen ist die Einreichung für unabhängige Kulturinitiativen und Kollektive, unabhängig ihrer Herkunft oder ihres Wohnsitzes. Einzelpersonen können sich im Kollektiv oder in Kooperation mit einer Kulturinitiative beteiligen. Alle Projekte müssen von Oberösterreich ausgehen oder in Oberösterreich umgesetzt werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass sie im kulturellen Bereich angesiedelt und künstlerisch beziehungsweise kulturarbeiterisch motiviert sein müssen. „Wir freuen uns, dass es fünf Jahre nach dem letzten Kupf Innovationstopf wieder ein neues Sonderförderprogramm des Landes OÖ gibt. So können Experimente abseits des regulären Programms entstehen und neue Impulse für unser Kulturland freigesetzt werden. Die neue Förderschiene Extra 2021 wurde in enger Abstimmung mit der Abteilung Kultur entwickelt und soll künftig regelmäßig ausgeschrieben werden“, schildert Kupf OÖ Geschäftsführer Thomas Diesenreiter.

Maximal 80 Prozent der Kosten gefördert

Die Projekteinreichung muss eine Kurzfassung (maximal 700 Zeichen) beinhalten, die das Projekt erläutert, aber auch eine Beschreibung des Vorhabens, der Motivation, Relevanz, Regionalität und des geplanten Projektbeginns sowie der Dauer. Darüber hinaus wird um eine kurze Selbstdarstellung der Einreicher, einen Zeit- und einen Kostenplan gebeten. Über die Vergabe der Mittel von insgesamt 95.000 Euro entscheidet eine fünfköpfige Jury, deren Sitzung öffentlich zugänglich sein wird. Zwei Personen werden von der Kupf OÖ bestellt. Die maximale Förderung beträgt 80 Prozent der Gesamtkosten. „Das Sonderförderprogramm ist ein weiterer Schritt, der zeigt, wie wir konkret Impulse für das kulturelle Leben des Landes setzen. Wir freuen uns auf viele Einreichungen“, schließt Kulturdirektorin Margot Nazzal. Einreichungen sind ab sofort bis 28. Juni möglich.

Interessierte finden auf der Webseite des Landes OÖ weitere Informationen.

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