Impfangebote vor Ort - Gemeinden ziehen nach

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(Foto: Volker Weihbold)
Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 22.07.2021 11:33 Uhr

OÖ/BEZIRK. Neumarkt im Mühlkreis war Vorreiter und hat schon Anfang Juli eine eigene Covid-Impfstraße in der Gemeinde initiiert, nun ziehen weitere Gemeinden nach, um den Bürgern Impfungen vor Ort anzubieten. Die aktuell „impfstärksten“ Gemeinden mit einer Quote von 78 Prozent finden sich übrigens im Bezirk Urfahr-Umgebung.

In Oberösterreich sind mittlerweile knapp 62 Prozent der Bevölkerung ab zwölf Jahren mindestens einmal geimpft, knapp 50 Prozent sind vollimmunisiert.

Auf Bezirksebene weist der Bezirk Urfahr-Umgebung mit einer Impfquote von 68,6 Prozent aktuell die höchste Impfbereitschaft auf, gefolgt von Eferding (64,7 Prozent) und Linz Land (63,5 Prozent) sowie Gmunden (63,4 Prozent).

Die impfstärksten Gemeinden finden sich ebenfalls im Bezirk Urfahr-Umgebung, aktuell Puchenau und Goldwörth mit je 78 Prozent Anteil von zumindest einmal geimpfter Menschen in der Gemeinde, gefolgt von Lichtenberg und Ottensheim mit jeweils 76 Prozent sowie Walding, Obertraun und Kirchberg-Thening mit 75 Prozent.

Impfstraßen in Gemeinden

Unabhängig von der Impfquote bieten einige Gemeinden nun Impfangebote vor Ort an. In der Gemeinde Oberwang (Bezirk Vöcklabruck) etwa wurde am Mittwoch mit einer Impfstation gestartet. Rund 150 Bürger nützten das Angebot, was in etwa 10 Prozent der impfbaren Einwohnerzahl entspricht.

Das Land OÖ hat angeboten, bürgernahe Impfaktivitäten in den Gemeinden und Städten mit den benötigten Impfstofflieferungen zu unterstützen. Die Organisation und Durchführung erfolgt vor Ort, gemeinsam mit Hausärzten, Rettungsorganisationen oder Vereinen. „Das Land Oberösterreich hat ein breit ausgebautes Impfangebot mit dem Ziel, noch näher an die Menschen zu kommen. Wer könnte da besser unterstützen als die Gemeinden und Städte“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander.

Aktuell bieten folgende Gemeinden bzw. Städte eine Impfung ohne Anmeldung an: (Stand 22. Juli)

  • Lembach: 23. Juli, 16 bis 20 Uhr, in Kooperation mit den Gemeinden Hörbich, Niederkappel, Putzleinsdorf
  • Zwettl an der Rodl: 23. Juli, 13 bis 16 Uhr
  • Vorderweißenbach: 23. Juli, 17 bis 20 Uhr
  • Oberneukirchen: 24. Juli, 8 bis 12 Uhr
  • Bad Leonfelden: 24. Juli, 14 bis 18 Uhr
  • Klaffer am Hochficht: 24. Juli, 10 bis 18 Uhr
  • Marchtrenk - Stadtamt: 7. August, 14 bis 16 Uhr
  • Impfbus der Stadt Linz, seit 19. Juli, jeweils Mo bis Sa, 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr
  • Impfbus der Stadt Steyr: 23. Juli, 9 bis 11, 12 bis 16.30 Uhr

„Die nächsten Tage und Wochen werden die Grundlage dafür sein, ob wir die jetzt eingekehrte Normalität beibehalten können. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Situation rund um Corona wird dabei entscheidend sein. Impfstoff ist jetzt genug vorhanden. Gemeinden sind bereit zum einen Überzeugungsarbeit für eine Impfung zu leisten und anderseits mitzuhelfen, um ein sehr wohnortnahes Impfangebot zu sichern. Ins Gasthaus gehen, Feste feiern und die Angehörigen besuchen wollen wir jetzt alle. Mit dem Schutz durch eine Impfung kann das dauerhaft möglich bleiben“, ist Hans Hingsamer, Präsident des OÖ Gemeindebundes, überzeugt.

Städtebund-Präsident und Bürgermeister von Linz Klaus Luger: „In Linz sind bereits mehr als 60 Prozent der Menschen mindestens einmal geimpft. Um einen noch wirksameren Impfschutz zu erreichen, kommt es darauf an, die Quote noch zu steigern. Neben der Impfstraße im Design-Center besteht mit dem Impfbus ein zusätzliches niederschwelliges Angebot. Dieses wird, wie die ersten Erfahrungen zeigen, sehr gut angenommen.“

Angebote im Überblick

Alle Impfangebote sind auf ooe-impft.at sind finden, unter www.land-oberoesterreich.gv.at/corona-info.htm finden Interessierte ab sofort einen Überblick zur Impfquote in OÖ.

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