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OÖ/ENNS/SIERNING. Um die Spitäler in OÖ angesichts der Covid-Situation zu entlasten, wurden wieder medizinische Versorgungseinheiten (MVE) in Betrieb genommen - in Enns und Sierning.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

Am Montag hat die Rehaklinik Enns, betrieben von VAMED mit 30 Betten ihren Betrieb als MVE der Versorgungsstufe I aufgenommen. Seit Mittwoch steht das Krankenhaus der Kreuzschwestern Sierning in einem ersten Schritt mit 38 Betten und ab 6. Dezember mit weiteren 15 Betten ebenfalls als MVE der Stufe I zur Verfügung. Für eine nochmalige Ausweitung – sollte das notwendig sein – werden laut Land OÖ bereits Gespräche geführt.

„Um den Spagat in der Versorgung bewältigen zu können, ist eine Entlastung der Akutspitäler und damit für die dort tätigen Mitarbeiter erforderlich. Das Land Oberösterreich hat daher nach einer ähnlichen Maßnahme im vergangenen Spätherbst erneut beschlossen, vorerst zwei medizinische Versorgungseinheiten (MVE) in Betrieb zu nehmen. Ein großer Dank gilt allen Mitarbeitern in den Krankenhäusern für ihren tagtäglichen Einsatz im Kampf gegen diese Krankheit“, betonen Landeshauptmann Thomas Stelzer und seine Stellvertreterin, Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander.

Für leicht bis mittelschwer erkrankte Patienten

Das Konzept der Medizinischen Versorgungseinheiten ist bereits erprobt. Diesem Konzept folgend, werden beatmungspflichtige, intensivpflichtige und schwer kranke Patienten wie bisher in den Akutspitälern versorgt. „Die Aufgabe von Medizinischen Versorgungseinrichtungen der Stufe I ist es, leicht bis mittelschwer an Covid-19 erkrankte Patienten stationär zu betreuen, die aufgrund ihrer persönlichen Lebensumstände und ihres Gesundheitszustandes nicht mehr bzw. noch nicht in der Lage sind, in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld zu sein, aber auch keine medizinische Versorgung in einem Akutspital benötigen. In den MVE besteht die Möglichkeit zur Versorgung mit Sauerstoff sowie zur Durchführung pflegerischer Maßnahmen und medizinischer Basismaßnahmen“, erläutert Harald Schöffl, Mitglied der Geschäftsführung der OÖ. Gesundheitsholding.

Die trägerübergreifende Bettenkoordination bzw. Zuteilung zu den MVE wird seitens der Medizinischen Direktion der Oberösterreichische Gesundheitsholding GmbH koordiniert.

Aktuelle Lage in Spitäleren

Mit 30. November mussten in den oö. Spitälern 522 Personen auf Normalstationen, 134 Patienten intensiv betreut werden - gesamt 430 davon laut Zahlen des Krisenstabes nicht vollständig immunisiert. Der erneute Apell von Stelzer und Haberlander: „Bitte hören Sie auf die Experten aus der Wissenschaft und Forschung beziehungsweise auf ihren Vertrauensarzt. Die Schutzimpfung ist das wirksamste Mittel vor schweren oder tödlichen Verläufen und kann unsere Spitalskapazitäten entlasten, was dringend notwendig ist.“


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