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Tips Logo Online Redaktion, 09.05.2022 09:04

OÖ. Das Nationale Impfgremium (NIG) empfiehlt wie berichtet eine Corona-Auffrischungsimpfung für Personen ab 80 Jahren, die Sozialabteilung des Landes OÖ organisiert daher in Abstimmung mit dem Landeskrisenstab und der Abteilung Gesundheit die Auffrischungsimpfung in Alten- und Pflegeheimen. Angeboten wird die Impfung durch die jeweiligen Hausärzte.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

„Die Impfquote in den Heimen war in den letzten Monaten mit rund 90 Prozent sehr hoch. Diesen Status wollen wir auch weiterhin zum Schutz der Bewohner und der Mitarbeiter beibehalten. Die Impfung schützt vor schweren Verläufen, weshalb es wichtig ist, dass wir mit Blick auf weitere Pandemie-Wellen besonders unsere Liebsten in den Alten- und Pflegeheimen schützen“, ist Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) überzeugt. Gleichzeitig spricht er den Mitarbeitern seinen großen Dank aus, die unter erschwerten Bedingungen pflegen und betreuen.

Infektionszahlen in Heimen im Verhältnis niedriger

Mediziner Bernd Lamprecht, Vorstand der Uniklinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum, sieht in der hohen Impfquote von rund 90 Prozent bei den Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen in OÖ den Grund für das verhältnismäßig niedrigeres Infektionsgeschehen in den Heimen.

Vergleicht man die Zahlen zum Höhepunkt aktiver Fälle der letzten Welle mit jener im Jahr 2020, haben sich oberösterreichweit die Infektionszahlen aufgrund der hochansteckenden Omikron-Variante fast verfünffacht. Die Infektionen in den Alten- und Pflegeheimen waren im Vergleich lediglich um ein Drittel höher.

Zum Höhepunkt im Jahr 2020 am 21./22. November gab es in OÖ insgesamt 13.334 aktive Fälle, davon in Heimen 578 Mitarbeiter und 653 Bewohner. Beim Höhepunkt 2022 im März (Zahlen von 19. März 2022) waren es in OÖ gesamt 66.219 aktive Fälle (plus 497 Prozent zu 2020), davon 744 Mitarbeiter (plus 27 Prozent zu 2020) und 858 Bewohner (plus 31 Prozent zu 2020); (Zahlen von 17. März).

„Empfehle, Angebot anzunehmen“

„Das persönliche Risiko für eine schwere Erkrankung wird durch die Impfung stark reduziert, das Risiko einer Übertragung auf andere wird zudem moderat reduziert. Bei den sehr guten Impfquoten in den Heimen überrascht es daher nicht, dass das Infektionsgeschehen dort vergleichsweise niedrig ist. Um für den kommenden Herbst und Winter vorbereitet zu sein, rate ich den Bewohner in den Heimen, das Angebot einer Auffrischungsimpfung anzunehmen“, empfiehlt Lamprecht. 


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