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OÖ. Unbekannte Personen geben sich aktuell als Rotkreuz-Rufhilfe-Mitarbeiter aus. Sie klingelten an Wohnungstüren oder meldeten sich telefonisch, um Rufhilfegeräte zu verkaufen oder Wartungsarbeiten an bereits bestehenden Anschlüssen vorzunehmen. Das OÖ. Rote Kreuz warnt und rät zur Vorsicht, die Fälle wurden der Polizei gemeldet.

 (Foto: ÖRK / LV NÖ / Florian Schodritz)
(Foto: ÖRK / LV NÖ / Florian Schodritz)

Seit Ende Oktober wurden fünf Fälle gemeldet, in denen sich Unbekannte als Mitarbeiter der Rufhilfe ausgegeben haben. Sie klingelten an Wohnungstüren oder kontaktierten die betroffenen Personen telefonisch in den Bezirken Linz-Land, Steyr und der Stadt Linz. Zwei betroffene Personen meldeten sich umgehend bei der Polizei.

Rotes Kreuz rät zur Vorsicht

„Wir sind besorgt über die Vorfälle. Offenbar versuchen Menschen kriminelle Handlungen zu begehen, indem sie sich als Mitarbeiter einer Hilfsorganisation ausgeben. Wir empfehlen, Verdachtsfälle sofort bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden“, rät OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.

Das OÖ. Rote Kreuz stellt klar: Das Auftreten der vermeintlichen Rufhilfe-Mitarbeiter unterscheidet sich grundlegend von den Rufhilfe-Servicetechnikern des OÖ. Roten Kreuzes. 

  • Rufhilfe-Mitarbeiter tragen Rotkreuz-Bekleidung und führen einen Rotkreuz-Ausweis mit sich
  • Sie nehmen für ihre Tätigkeit grundsätzlich kein Bargeld an
  • Wenn Personen eine Rufhilfe vom OÖ. Roten Kreuz benötigen, kommt es vorher zu einer telefonischen Terminvereinbarung.
  • Alle geplanten Rufhilfe-Tätigkeiten werden erfasst und sind konkreten Rotkreuz-Mitarbeitern zugeordnet.

Die Rufhilfe – Hilfe auf Knopfdruck

Das Angebot der Rufhilfe ermöglicht es Menschen, möglichst lange selbständig leben zu können. Besonders ältere, alleinlebende Personen können damit länger in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Bei einem Sturz, einem Unfall oder einer Akuterkrankung kann damit Hilfe per Knopfdruck geholt werden.

15.800 Personen nahmen im vergangenen Jahr das Service der Rufhilfe in Anspruch. Rund 40.000 Mal wurde nach einem Alarm eine Vertrauensperson bzw. die Rettung zur Nachschau/Hilfeleistung entsandt. Seit der Einführung der Rufhilfe vor fast 40 Jahren steigt die Anzahl der Teilnehmer kontinuierlich an.


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