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OÖ. Obwohl Fasching in diesem Jahr nicht wie gewohnt mit Umzügen und Festen gefeiert wird, sind Verkleiden und Schminken weiterhin erlaubt. Faschingskostüme und Schminke für Kinder können allerdings mit Schadstoffen belastet sein und werden oftmals in schlechter Qualität produziert, warnt Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder.

Bei Tests zu Kinderschmink-Produkten hat zertifizierte Naturkosmetik die Nase vorne (Symbolbild). (Foto: Aliaksandr Bukatsich/Shutterstock.com)

Die Lebensmittelaufsicht OÖ bestätigt regelmäßige Warnungen für Faschingskostüme und dekorative Kosmetik. Zu den Ursachen zählen etwa Gefahr der Strangulierung, Entflammbarkeit, Erstickung, aber auch Inhaltsstoffe wie der Weichmacher DEHP, Schwermetalle oder sonstige Schadstoffe. Ein Großteil der beanstandeten Produkte kommt aus China.

Geruchs- und Verträglichkeitstest anwenden

Um Sicherheit der Kinder zu gewährleisten und Risiken, die von Faschingskostümen ausgehen können, zu erkennen und vermindern, ziehen oberösterreichische Lebensmittelaufsichtsorgane bei Schwerpunktaktionen Proben. Die Ages (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit) untersucht, ob die Proben Grenzwerte einhalten, entflammbar sind und analysiert weitere physikalische und mechanische Eigenschaften. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass Faschingszubehör wie Gesichtsmasken mit Weichmachern belastet sein können. Hier empfiehlt sich ein Geruchstest. Was unangenehm stark nach Kunststoff oder Chemie riecht, sollte besser nicht auf der Haut getragen werden.

„Meine Tipps daher für Eltern: Auf Verkleidungen mit herablösbaren Kleinteilen oder langen Schnüren und Bändern besser verzichten, Kostüme aus Baumwolle bevorzugen und vor Gebrauch waschen. Bei bunten Gesichtsfarben empfehle ich, jene auf Wasserbasis auszuwählen, keine alte Schminke zu verwenden und besser zuerst am Arm auf Verträglichkeit zu testen. Zertifizierte Naturkosmetik ist frei von bedenklichen Stoffen. So steht dem bunten Faschingsspaß nichts im Wege“, rät Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne). Die Zeitschrift Ökotest empfiehlt zum Beispiel zertifizierte Naturkosmetik von von Natrue, Ecocert und Demeter.

11 von 32 Produkten beanstandet

Im vergangenen Jahr wurden 32 Kinderschmink-Produkte untersucht. Davon wurden 11 Proben, teils mehrfach, bezüglich ihrer Inhaltstoffe und Kennzeichnungsmängeln beanstandet. So waren bei einem Schminkset die Richtwerte für Arsen überschritten, bei anderen Produkten fehlten Warnhinweise für den richtigen Gebrauch.


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