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LINZ/OÖ. „Aufbruch in die Mobilität“ lautet das Motto des Mobilitätspreises OÖ des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in diesem Jahr. Bis 1. Juni können noch Projekte eingereicht werden. Gesucht sind unter anderem emissionsfreie Transportlösungen sowie klimafreundliche Kinder- und Jugendmobilität.

von links: VCÖ Sprecher Christian Gratzer, Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und Regionalmanager ÖBB-Personenverkehr Paul Sonnleitner rufen zur Teilnahme am VCÖ Mobilitätspreis aus. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Am Dienstag, 20. April, wurde der diesjährige VCÖ Mobilitätspreis Oberösterreich von Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ), dem VCÖ und den ÖBB gestartet. Teilnehmen können Unternehmen und Start-Ups, Schulen, Fachhochschulen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, aber auch Gemeinden, Städte und Bezirke, Vereine, Initiativen und Privatpersonen. Eingereicht werden können etwa Projekte, die es der Bevölkerung erleichtern, Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen oder Projekte, die das öffentliche Verkehrsangebot verbessern. Gefragt sind außerdem eine verkehrssparende Raumordnung, emissionsfreie Zustelldienste und Transportlösungen. In diesem Jahr wird zudem ein eigener Schwerpunkt auf klimafreundliche Kinder- und Jugendmobilität gesetzt. „Ich freue mich auch heuer wieder auf die cleveren, innovativen und technisch versierten Ideen, die aus unserem Bundesland beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht werden“, ruft Steinkellner zur Teilnahme auf.

Mehr E-Mobilität und Carsharing

Die Corona-Pandemie habe zahlreiche Entwicklungen und Mobilitätstrends beschleunigt. So wird etwa zunehmend auf Fahrräder und E-Mobilität gesetzt. Laut VCÖ sei die Zahl der E-Autos im Vorjahr um 53 Prozent gestiegen, während die Gesamtzahl der Dieselautos in Oberösterreich zum ersten Mal zurückgegangen sei. Bereits mehr als als 9.000 Autos mit oberösterreichischem Kennzeichen würden ausschließlich mit Strom fahren. In den kommenden Jahren werde sich diese Zahl vervielfachen.

Auf der anderen Seite habe sich die Zahl der Zweit- und Drittautos in Oberösterreich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt, hält der VCÖ fest. Im Durchschnitt seien sie nicht einmal eine halbe Stunde pro Tag im Einsatz. Hier können regionale Carsharings wie der Mühlferdl im Mühlviertel Menschen ein individuelles Mobilitätsangebot bieten, ohne dass sie ein eigenes Auto besitzen müssen. „Um die Klimakrise bewältigen zu können, sind die Treibhausgas-Emissionen deutlich zu reduzieren. Gerade im Verkehrsbereich ist das Potenzial groß, vor allem weil es schon viele erfolgreiche Lösungen gibt. Diese wollen wir mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich vor den Vorhang holen und bekannt machen“, sagt VCÖ Sprecher Christian Gratzer.

Veränderungen durch digitale Prozesse

Eine weitere Veränderung sind digitale Prozesse in der Arbeitswelt, wodurch Verkehr überhaupt vermieden wird. Videokonferenzen würden auch zukünftig viele Dienstreisen ersetzen. Durch verstärktes Homeoffice könne der Pendlerverkehr reduziert werden, ist Steinkellner überzeugt. „Um die Mobilität der Zukunft zu gestalten und die Verkehrswende langfristig und nachhaltig zu schaffen, müssen jetzt weitere Schritte gesetzt werden. Die Förderung von innovativen Ideen und umfassenden Konzepten ist essentiell, um ein exzellentes, öffentliches Mobilitätsangebot in allen Regionen des Landes zügig voranzubringen“, hält der Regionalmanager des ÖBB Personenverkehrs Paul Sonnleitner fest.

Der VCÖ Mobilitätspreis OÖ wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Oberösterreich und den ÖBB durchgeführt sowie vom OÖ Verkehrsverbund unterstützt. Einreichungen sind online bis 1. Juni möglich. Anschließend bewertet eine Jury die Projekte, die Preisverleihung ist im September geplant. 


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