Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OÖ. In Oberösterreich startet am 13. September wieder die Schule. Auch wenn die Kleinen jetzt noch die Ferien genießen, gerade für Schulanfänger ist das rechtzeitige Üben des Schulweges gemeinsam mit den Eltern angesagt. Der Verkehrsclub ARBÖ OÖ hat Infos und Tipps, worauf dabei besonders geachtet werden sollte.

Rechtzeitig den Schulweg üben. (Foto: Newman Studio/Shutterstock.com)
Rechtzeitig den Schulweg üben. (Foto: Newman Studio/Shutterstock.com)

Für Schulanfänger beginnt nicht nur ein aufregender, neuer Lebensabschnitt, sondern mit dem täglichen Beschreiten des Schulweges auch die selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr – und damit auch unweigerlich das Risiko von Verkehrsunfällen. Aber nicht nur Schulanfänger sollten den Schulweg üben, sondern auch ältere Kinder, denn gerade in den Sommermonaten werden oftmals Bauarbeiten durchgeführt, die den bekannten Schulweg verändern können.

57 Schulwegunfälle in OÖ 2020

Trotz Corona und Distance Learning wurden Jahr 2020 in OÖ 57 Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren am Schulweg verletzt (2019: 105 Schulwegunfälle). Im Bundesländer-Vergleich weist OÖ damit die meisten Schulwegunfälle im Jahr 2020 auf, berichtet der Verkehrsclub. „Der Hauptgrund, warum es Jahr für Jahr zu Schulwegunfällen kommt, ist, dass Kinder im Straßenverkehr hinsichtlich ihrer Erfahrung und ihrem Verhalten oft überschätzt werden. Aber Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen. Sie sehen, hören, empfinden und bewegen sich anders als Erwachsene. Sie sind impulsiv und lassen sich leicht ablenken“, erläutert Thomas Harruk, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Oberösterreich.

Fit für den Schulweg - Tipps

Eltern sollten sich vor Schulbeginn ausreichend Zeit nehmen, den Schulweg mit ihren Kindern zu erlernen und zu üben. Auch folgende Punkte sin dzu beachten:

  • Gemeinsam mit den Kindern den sichersten Weg (mit den wenigsten Straßenüberquerungen) verbindlich festlegen. Der sicherste Weg muss nicht der kürzeste sein.
  • Gefahrenquellen wie Abbieger bei Ampeln gemeinsam aufspüren. Auch wenn die Ampel 'grün' zeigt, muss sich das Kind vergewissern, dass es die Straße gefahrlos überqueren kann. Dabei auch stets die Perspektive der Kinder berücksichtigen, insbesondere deren tiefer liegendes Blickfeld.
  • Den Kindern vorzeigen und auch im Alltag vorleben, wie man sich richtig auf der Straße, insbesondere beim Überqueren, bei Ampeln, auf dem Zebrastreifen oder bei Ein- und Ausfahrten, verhält. Auch auf einem Zebrastreifen darf sich ein Kind nicht darauf verlassen, dass die herannahenden Autos anhalten. Immer erst dann die Straße überqueren, wenn die Straße frei ist oder die Autolenker aus beiden Richtungen angehalten haben.
  • Kindern muss vermittelt werden, wie wichtig es ist, aufmerksam zu bleiben. Musik hören oder am Handy spielen lenken vom Verkehrsgeschehen ab.
  • Eltern müssen das richtige Verhalten am Gehsteig vorzeigen. So ist es sicherer, auf der Innenseite des Gehsteigs zu gehen.
  • Auf gute Sichtbarkeit achten: Kinderwarnwesten, reflektierende Schnappbänder oder Anhänger nutzen.
  • Eltern sollen den Kindern genau erklären, warum gewisse Verkehrssituationen gefährlich sind. Beobachtetes Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer thematisieren und die Kinder auf die möglichen Folgen aufmerksam machen.
  • Tägliches Taxiservice ist zwar von den Eltern gut gemeint, aber in Sachen Sicherheit am Schulweg oft kontraproduktiv: Dieses führt zu teils Verkehrschaos vor der Schule.
  • Kinder lernen am effektivsten durch Verstärkung und Lob des richtigen Verhaltens. Drohungen oder schimpfen verunsichern nur.

Auch gilt aber der Appell an Autofahrer: im Umfeld von Schulen und Kindergärten ist grundsätzlich mit angepasster Geschwindigkeit und erhöhter Aufmerksamkeit zu fahren.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden