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OÖ. Das Frauenreferat des Landes OÖ schafft eine neue, einmalige Förderung für die Anschaffung von Notrufalarmsystemen in Frauenvereinen, Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern - zum Schutz von Mitarbeiterinnen.

 (Foto: Tinnakorn jorruang/Shutterstock.com)
(Foto: Tinnakorn jorruang/Shutterstock.com)

„Mein Dank gilt den zahlreichen Mitarbeiterinnen der Frauenvereine, Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern, die tagtäglich tolle Arbeit leisten und sich für die Anliegen der Frauen in Oberösterreich einsetzen, insbesondere in der herausfordernden Zeit von Corona. Meine höchste Wertschätzung gilt ihrem Engagement, das viel Kraft und Einfühlungsvermögen erfordert. Diese wertvolle Arbeit kann allerdings nur dann gut erledigt werden, wenn das Umfeld auch sicher ist“, so LH-Stellvertreterin Frauen-Landesrätin Christine Haberlander.

Vereinzelt habe es bereits Vorfälle gegeben in den Einrichtungen. Auf Anregung der Frauenberatungsstelle NORA Mondsee hat Haberlander eine zusätzliche Förderung ins Leben gerufen, wenn eine Einrichtung ein Notrufalarmsystem für ihre Mitarbeiterinnen installieren will. „Über dieses System sind die Einrichtungen direkt mit der Polizei verbunden. Es genügt beispielsweise ein einfacher Klick des Notfallknopfes und die Polizei wird sofort alarmiert. Den Knopf kann man einfach bei sich tragen“, betont Haberlander und unterstreicht: „Gewalt an jenen, die beraten, schützen und helfen wollen, ist ein absolutes No-Go.“

Vermehrt Krisensituationen 

„In unserer Tätigkeit sind wir bei uns in der Beratungsstelle immer wieder mit Gewalt gegen Frauen, Kinder und Familie konfrontiert. Hierbei versuchen wir stets den Frauen und Familien die bestmögliche Unterstützung zu geben. Gleichzeitig kommt es immer wieder vor, dass Frauen gegenüber den ‚gewalttägigen‘ Partnern bekannt geben, dass sie sich bei uns in Beratung befinden. Hierbei kann es durchaus vorkommen, dass man dadurch in eine unvorhergesehene Konfliktsituation kommt. Anlassbezogen hatten wir in den Monaten vermehrte krisenhafte Situationen, in denen wir einer konkreten Gefahr ausgesetzt waren. Daher ist es aus unserer Sicht nötig, allen Beratungsstellen geförderte Sicherheitsmittel zu Verfügung zu stellen, um im Ernstfall rasch handeln zu können“, sagt Mag.a Alexandra Raninger, Geschäftsführerin NORA Mondsee.

Großes Netzwerk an Hilfs- und Beratungseinrichtungen in OÖ

Frauennotruf: Es ist besonders wichtig, dass die Frauen die Frauennotrufnummer 0800 222 555 kennen und in ihrem Handy eingespeichert haben. Der Frauennotruf hilft kostenlos, anonym und rund um die Uhr.

Laut einer Umfrage kennen aber nur ein Fünftel aller Frauen den Frauennotruf.

Frauennotruf OÖ. – das Autonome Frauenzentrum ist eine vom Ministerium für Frauen anerkannte Fachstelle zu sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen und bietet als anerkannte Opferschutzeinrichtung umfassende Informationen und persönliche Beratungen sowie Prozessbegleitungen in einem möglichen Strafprozess.

Neben dem Gewaltschutzzentrum OÖ, fünf Frauenhäusern und sechs Frauenübergangswohnungen gibt es in Oberösterreich auch 22 Frauenvereine und -beratungsstellen (in jedem Bezirk mindestens eine Einrichtung), die Frauen und Mädchen Hilfe, Beratung und Unterstützung in schwierigen Lebenslagen bieten.

Am Kepler Universitätsklinikum gibt es zudem eine Opferschutzgruppe, das Gewaltopfer-Betreuungsteam, kurz GOBT genannt, wo die Betroffenen ganzheitlich betreut werden.

Bewusstseinsbildung, Aufklärung und Prävention sind unabdingbar. Im Frauenreferat des Landes Oberösterreich und auf der Homepage gibt es die Broschüre „Halt, so nicht!“, mit Sicherheitstipps für Frauen und Mädchen.


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