Covid-Impf-Empfehlung: Altersgrenze für Auffrischung auf 60 Jahre gesenkt
Ö/OÖ. Entsprechend der aktuellen Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) wird in OÖ der Fokus des Impfangebots zur Auffrischung nun auf die Gruppe der über 60-Jährigen ausgeweitet. Zudem soll der neu zugelassene Tot-Impfstoff von Valneva in Kürze in Österreich verfügbar sein, Vormerkungen dafür sind beim Land OÖ schon möglich.

„Wir wollen angesichts der möglicherweise bevorstehenden Corona-Herbstwellen insbesondere ältere und vulnerable Menschen schützen. Die Herabsetzung des Alters für die Auffrischung von 65 auf 60 Jahre ist daher ein weiterer Schritt, um uns noch besser auf den Herbst vorzubereiten“, kommentiert LH-Stellverterterin, Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) die jüngste NIG-Empfehlung.
Valneva bald verfügbar
Zudem sieht Haberlander in der Zulassung von Valneva, einem sogenannten „Totimpfstoff“, eine gute Chance, auch impfskeptische Menschen anzusprechen. Empfohlen wird dieser vom NIG für 18- bis 50-Jährige. Valneva soll laut Empfehlung in zwei Dosen im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden.
„Auch bei dem neuen Impfstoff ist anzunehmen, dass nach den beiden Dosen zur Grundimmunisierung eine weitere Impfung notwendig sein wird“, heißt es dazu vom Nationalen Impfgremium. Entsprechende Empfehlungen sollen ehestmöglich in Abhängigkeit von der Datenlage ergänzt werden.
Der neue Impfstoff wird voraussichtlich ab Ende August in begrenzter Anzahl in Österreich verfügbar sein. In Oberösterreich gibt es dazu unter corona.ooe.gv.at eine Warteliste. Sobald Valneva auch in Oberösterreich verimpft werden kann, werden die vorgemerkten Personen per SMS informiert.
Empfehlung: Nicht auf Varianten-Impfstoff warten
Schließlich hält das NIG erneut fest, dass nicht auf Variantenimpfstoffe gewartet werden soll. Gerade angesichts drohender Corona-Herbstwellen sollen die Impfungen gemäß aktueller Empfehlung durchgeführt werden. Die derzeit verfügbaren Impfstoffe seien hocheffektiv in der Vermeidung von Hospitalisierung, Komplikationen und schweren Krankheitsverläufen, versichern die Experten.


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