Bischof Scheuer zum Jahreswechsel: "Lebendige und belastbare Gemeinschaften stärken"
OÖ. Bischof Manfred Scheuer plädiert in einer Botschaft an die Oberösterreicher zum Jahreswechsel für eine Stärkung von lebendigen und belastbaren Gemeinschaften.

„Hoffentlich wird es ein gutes neues Jahr!“ Ein Bekannter habe vor Weihnachten den Neujahrswunsch leicht abgewandelt, so Scheuer. Dahinter liege eine Verunsicherung und ein diffuses Gefühl, einer schwierigen Zukunft entgegenzugehen. „Neben den vielen kriegerischen Konflikten in unterschiedlichen Weltgegenden, die teilweise kaum Aufmerksamkeit erregen, ist uns der anhaltende Krieg in der Ukraine nicht nur medial nahe. Die Menschen hierzulande spüren die Auswirkungen mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten am eigenen Leib. Viele stellt das vor existentielle Probleme.“
Gesten der Versöhnung, Einfühlungsvermögen, Begegnungen
„Hoffentlich wird es ein gutes neues Jahr: Damit verbinde ich die Hoffnung, dass sich Möglichkeiten einer Friedensvermittlung in der Ukraine und auch in anderen kriegerischen Auseinandersetzungen auftun. Auch wenn die Komplexität der Ereignisse und der politische Wille der Kriegführenden Außenstehenden kaum Einblick gewähren, hoffe ich auf 'Windows of Opportunities'. Dieser Sehnsucht nach Frieden schließe ich eine Überzeugung an, die es auch im Kleinen zu beherzigen gilt: Die eigene Umgebung kann ich mit Gesten der Versöhnung, mit Einfühlungsvermögen in andere Menschen, mit aufmerksamen Begegnungen beeinflussen. Es sind kleine Schritte, die zu einem Zusammenhalt in den Familien und bei den unmittelbaren Sozialkontakten führen, die zu mehr Zusammenhalt führen. In einem solchen Geist wird es auch gelingen, große gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern“, ist Bischof Scheuer überzeugt.
Es brauche lebendige und belastbare Gemeinschaften – Familien, Freundschaften, Pfarrgemeinden, Vereine und soziale Initiativen. „Nichts scheint angesichts der Bedrängnisse unserer Zeit wichtiger zu sein, als das Verbindende zu suchen und zu stärken. Solidarität ist aktueller denn je.“
Die vollständige Botschaft im Wortlaut gibt's hier.


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