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LINZ. Mit prominenten Gästen wurde am Freitag nach einjähriger Bauzeit die neue Sporthalle im Olympiazentrum OÖ auf der Linzer Gugl eröffnet. Vizekanzler Sportminister Werner Kogler, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Sport-Landesrat Markus Achleitner feierten die Eröffnung gemeinsam mit zahlreichen Sportlern, Trainern und Gästen im Innenhof des Olympiazentrums.

  1 / 2   Landessportdirektor Gerhard Rumetshofer, Judo-Trainer Florian Doppelhammer, Landesrat Markus Achleitner, Tischtennis U-13-Europameister Benjamin Girlinger, Sportminister Vizekanzler Werner Kogler, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Judoka und Bronze-Medaillengewinner der Olympischen Spiele in Tokio Shamil Borchashvili und Schwimm-Ass Bernhard Reitshammer durchschnitten das Band. (Foto: Land OÖ/Peter C. Mayr)

Nach der Eröffnung des neuen Olympiazentrums Oberösterreich 2018 (Gesamtinvestition von neun Millionen Euro) ist mit der Generalsanierung und dem Ausbau der mehr als 30 Jahre alten Sporthalle der nächste Meilenstein in der Sport-Infrastrukturoffensive des Sportlandes OÖ gelungen, freuten sich die Anwesenden. Rund 6,3 Millionen Euro wurden von Land und Bund investiert, ein Jahr lang wurde gebaut. „Eine Meisterleistung, gelungen durch Teamgeist und enormem Fleiß“, freut sich Landessportdirektor Gerhard Rumetshofer.

Die sogenannte 3-fach Sporthalle wurde generalsaniert, Böden, Wände und Decken neu gestaltet – und neu auch mit einer Kühlung versehen. Völlig neu entstanden ist die Kraftkammer „Olympic Five“. Ebenso neu gestaltet wurden alle Umkleide- und Duschräume. Dazu kommen neu Räume für die Trainer sowie ein neuer, multifunktionaler Coaches Meeting-Room. Und: Der gesamte Bereich ist endlich barrierefrei gestaltet. Zudem erfolgt die Installierung von E-Tankstellen.

„Unser eigener Mount Everest“

Auf einer neuen Zwischenebene wurde der Bundesstützpunkt und das Landesleistungszentrum Judo realisiert. Damit gehe ein Traum in Erfüllung, freut sich die erfolgreiche Spitzensportlerin und nun Vizepräsidenten des Österreichischen Judoverbandes Sabrina Filzmoser. Vor kurzem hat sie den Mount Everest bezwungen, „dass das jetzt Realität geworden ist, ist so etwas wie unser eigener Mount Everest. Es ist ein langer, weiter Weg gewesen, hat harte Arbeit erfordert. Aber es ist noch sehr viel notwendig, um zu einer olympischen Goldmedaille zu kommen. Die Bedingungen passen jetzt ausgezeichnet, wir haben tolle Trainer, tolle Zusammenarbeit“, freut sie sich.

Spitzensport und Nachwuchsförderung

Rund 120 Spitzensportler werden im Olympiazentrum betreut, zudem rund 380 Nachwuchs- und Leistungssportler des Talentezentrums OÖ (Nachwuchsleistungssportmodell des Bundes) mit Borg und HAS (Oberstufe) sowie Georg von Peuerbach-Gymnasium (Unterstufe). Laufend sind nationale/internationale Spitzensportler und zahlreiche Nationalteams zu Gast. Mit Bundessportakademie (BSPA) und Heeresleistungssportzentrum (HLSZ) sind zudem zwei starke Partner und Bundeseinrichtungen im Haus eingemietet und beheimatet, die insbesondere auch die Sporthallen sehr intensiv nutzen.

„Spitzensport hat Vorbildwirkung“

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler strich bei der Eröffnung die österreichweite Bedeutung der neuen Trainings-Infrastruktur hervor: „Vom Nachwuchs-Bundesstützpunkt im Badminton über zahlreiche Nationalteams bis zur nationalen Judo-Medaillenschmiede, von der Bundessportakademie bis zum Heeresleistungssportzentrum: rot-weiß-rote Top-Athletinnen und -Athleten finden auf der Gugl künftig noch perfektere Bedingungen vor. Die Bundesrelevanz dieser Sportstätte war letztlich auch ausschlaggebend, dass sich das Sportministerium gerne und maßgeblich beteiligen konnte.“ Und er hob eine wesentliche Funktion des Spitzen- und Leistungssports hervor: die Vorbildwirkung.

Das Steuergeld sei hier gut investiert, unterstreichen Landeshauptmann Stelzer und Landesrat Achleitner. „Leistungs- und Spitzensportler brauchen perfekte Trainings- und Sportinfrastruktur. Mit dieser Investition wird ein weiterer großer Schritt in unserer Sportinfrastrukturoffensive gesetzt. Talente und Weltklasse-Athleten, Nationalteams und Spitzenvereine erhalten optimale Voraussetzungen.“ Das Sportland Oberösterreich wisse aber auch um die hohe Bedeutung der Trainer: „Deshalb haben wir gerade bei diesem Projekt auch Räume für die Coaches vorgesehen und wollen so auch die Wertschätzung für die Arbeit ausdrücken.“

Ehrung für Stollberg

Anlässlich der Eröffnung wurde Judo-Landestrainer Klaus-Peter Stollberg für 30 Jahre als Landestrainer geehrt. Im September 1992 wurde der gebürtige Deutsche und Wahl-Alberndorfer zum Landestrainer bestellt und hat er viele große Judo-Sportler begleitet.


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