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Tips Logo Online Redaktion, 01.02.2021 19:55

MATTIGHOFEN/OÖ. Das technologische Hochzeitalter hat auch in der Zweiradwelt Einzug gehalten. Innovative Lösungen wie komplexe Motorsteuerungen und Sicherheitsmodule, in Kurvenfahrt wirksame Antiblockier-Systeme und beeindruckende Komfort-Features machen Motorräder zu begehrten wie effektiven Alleskönnern. Gleichzeitig sind auch die Ansprüche an Lehre und Ausbildung gestiegen, wie das Beispiel der KTM AG zeigt.

  1 / 2   Immerhin elf der insgesamt 63 Lehrlinge zum KFZ-Techniker sind bei der KTM AG weiblich. Die Lehrzeit beträgt standardmäßig dreieinhalb Jahre. Fotos: KTM AG

Lehre mit Matura, berufsbegleitendes Studium sowie eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten stehen mittlerweile zur Auswahl. Als führendes Industrieunternehmen setzt die KTM AG darauf, die Führungskräfte von morgen im eigenen Haus auszubilden und zu trainieren.

Wie wahrscheinlich viele Schüler beschäftigte auch Fabian nach bestandenem Schulabschluss die Frage: Was fange ich mit meiner Zukunft an? „Nach meinem Schulabschluss begann ich zunächst ein Studium. Relativ schnell merkte ich aber, dass mir die handwerkliche Arbeit fehlte, und beschloss eine Industrielehre zum Kraftfahrzeugtechniker (Motorradtechnik) bei der KTM AG zu beginnen. Durch die Rotation in den verschiedenen Abteilungen sowie den zusätzlichen Schulungen in der Lehrwerkstatt bekommt man eine vielseitige und anspruchsvolle Ausbildung geboten.“

Karrieremöglichkeiten

Die Einsatzbereiche eines ausgebildeten KFZ-Technikers (Motorradtechnik) bei der KTM AG sind groß. Von der Produktion über die Forschung und Entwicklung bis hin zum möglichen weltweiten Einsatz als Rennmechaniker reicht die Bandbreite. Die Fertigung am Hauptstandort Mattighofen erstreckt sich von der Weltmarke KTM hin zu den expandierenden Expertenmarken Husqvarna und GASGAS. Mit Stand Ende November 2020 wurden am Standort Mattighofen 63 Lehrlinge zum KFZ-Techniker ausgebildet. Elf der Auszubildenden sind weiblich.

Der Tätigkeitsbereich von Zweiradtechnikern

Die Ausbildung zum Motorrad­techniker erfolgt im Modullehrberuf Kraftfahrzeugtechnik im Hauptmodul Motorradtechnik. Moderne Sicherheitstechnik und immer mehr Elektronik gehören mittlerweile zum Berufsbild von Zweiradtechnikern.

Kraftfahrzeugtechniker im Hauptmodul Motorradtechnik führen Prüf-, Montage-, Service-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an Motorrädern aller Typen, Größen und Marken durch. Sie lernen die Anwendung mechanischer, elektrischer und elek­tronischer Mess- und Prüfverfahren. Bauteile des Fahrwerks wie Motorradrahmen, Federung, Radführung, Radaufhängung, Lenkung, Bremsen, Räder und Bereifung prüfen, ausbauen, montieren und warten. Die elektrische und elektronische Anlage eines Motorrades prüfen, ausbauen, montieren und warten. Sie nehmen Einstellungen am Motor, an den Bremsen oder an der Lichtanlage vor.

Lehrdauer und Gehalt

Die Lehre dauert dreieinhalb Jahre und verkürzt sich bei vorhandener AHS-Matura um ein Jahr. Das Einkommen im letzten Lehrjahr liegt bei 1.656,75 Euro. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in einem weiteren Hauptmodul oder einem Spezialmodul ausgebildet zu werden. Dadurch verlängert sich die Ausbildung auf vier Jahre.


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