Mehr als 200 Unternehmen in OÖ bieten Corona-Tests an
OÖ. Mehr als 200 oberösterreichische Unternehmen bieten Corona-Tests für mehr als 115.000 Beschäftigte an. Die Tests gelten nun auch als Nachweis bei körpernahen Dienstleistern.

207 Unternehmen aus Oberösterreich haben sich bisher für die Testung ihrer Beschäftigten registriert. Darüber hinaus bestehen kostenlose Testmöglichkeiten an 54 öffentlichen Standorten im Bundesland sowie in mehr als 100 Apotheken. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle als Nachweis gelten, um eine körpernahe Dienstleistung in Anspruch nehmen zu dürfen. „Wie vom Land Oberösterreich schon länger gefordert, werden nun auch die Testungen der oberösterreichischen Unternehmen anerkannt. Damit können die Unternehmen die Ergebnisse der Testungen ihrer Beschäftigten in die offizielle Datenbank des Bundes eingeben – diese Testergebnisse zählen von nun an auch etwa für den Besuch eines körpernahen Dienstleisters. Bei der Anzahl der Beschäftigten, für die das ein Testangebot bedeutet, nimmt man sogar ein Viertel der österreichweiten Zahlen ein. Das bedeutet, dass mehr als 115.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher die Möglichkeit haben, sich an ihrem Arbeitsplatz testen zu lassen“, sagen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Gesundheits-Landesrätin sowie Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP). Österreichweit haben sich 963 Betriebe mit etwa 460.000 Beschäftigten für Corona-Tests registriert.
„Industrie leistet Beitrag zur Eindämmung der Pandemie“
„Alle heimischen Unternehmen, die in ihren Betrieben Testungen durchführen, übernehmen damit Verantwortung in der Pandemie und schaffen zugleich mehr Sicherheit und dadurch eine Win-Win-Situation für den eigenen Betrieb, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auch für ihre Kundinnen und Kunden. Durch die offizielle Anerkennung der Tests kann die Ressource ‚Schnelltest‘ noch effizienter genutzt und damit für noch mehr Menschen verfügbar gemacht werden“, ist Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) überzeugt. Nicht anerkannt für Dienstleistungen werden wie berichtet etwa Schultests und selbst durchgeführte Tests in den eigenen vier Wänden. Testen sei ein maßgeblicher Baustein, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, meint Wirtschaftskammer OÖ Präsidentin Doris Hummer. Die Wirtschaftskammer OÖ, die Bundesregierung und die Industriellenvereinigung OÖ hätten Betriebe dazu aufgerufen, eigene Teststraßen beziehungsweise Testeinrichtungen zu etablieren.
Viele Unternehmen in der oberösterreichischen Industrie würden ihren Mitarbeitern seit Monaten Corona-Tests ermöglichen und finanzieren, ergänzt der Präsident der Industriellenvereinigung OÖ Axel Greiner. Mehr als 15 Millionen Euro hätten die 207 Unternehmen dafür bereits ausgegeben. „Die Testungen sind ein wichtiges und notwendiges Mittel, um Infektionsketten frühzeitig erkennen und unterbrechen zu können, die Ausbreitung des Coronavirus unter Kontrolle zu bekommen und gleichzeitig die Produktionstätigkeit in den Betrieben aufrechtzuerhalten. Dies sichert einerseits die Versorgung der Bevölkerung und andererseits Arbeitsplätze sowie letztlich auch den Wohlstand in unserem Land“, schließt Greiner.


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