Welterschöpfungstag am 29. Juli: Land will mehr Holzbau

Hits: 34
von links: Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und ProHolz Obmann Georg Starhemberg sprechen sich für mehr Holzbau in Oberösterreich aus. (Foto: proHolz)
von links: Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und ProHolz Obmann Georg Starhemberg sprechen sich für mehr Holzbau in Oberösterreich aus. (Foto: proHolz)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 29.07.2021 08:15 Uhr

OÖ. Am Donnerstag, 29. Juli, ist Welterschöpfungstag. Das bedeutet, dass Menschen alle Ressourcen aufgebraucht haben, die sich in einem Jahr regenerieren können. Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger spricht von „Handlungsbedarf“. So sollte etwa mehr Holz als Baumaterial verwendet werden.

Am Donnerstag, 29. Juli, ist Welterschöpfungstag, was bedeutet, dass Menschen derzeit 60 Prozent mehr verbrauchen als das, was der Planet erneuern kann. Zum Vergleich: 1970 lag der Termin noch im Dezember. Wäre Österreich der weltweite Maßstab, wäre der Welterschöpfungstag oder Earth Overshoot Day bereits am 7. April erreicht. Demnach bestehe Handlungsbedarf, hält Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger fest. „Wir haben in Oberösterreich die Ressourcen und den klaren Plan, um unseren ökologischen Fußabdruck auf ein verträgliches Maß zu senken. Der Ausbau der Photovoltaik und die verstärkte Nutzung von Holz als Baustoff sind nur zwei Beispiele dafür, wie wir aktiv diesen Weg beschreiten“, sagen Hiegelsberger und Georg Starhemberg, Obmann von proHolz Oberösterreich. Dabei handelt es sich um eine Initiative der oberösterreichischen Forst- und Holzwirtschaft.

Holz als Beitrag zum Klimaschutz

Laut Hiegelsberger und Starhemberg würden internationale Studien die Vorteile von Holz zeigen. So würde das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Atmosphäre langfristig gebunden und eingespart werden. „Was kaum bekannt ist: Der Gebäude- und der Bausektor sind zusammen verantwortlich für 40 Prozent der totalen direkten und indirekten CO2-Emissionen. Die Verwendung von Holz, besonders für langlebige Zwecke wie im Baubereich, kann einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten“, erläutert Starhemberg. Derzeit wird nur ein Teil des jährlichen Zuwachses genutzt. Ein Drittel davon würde bereits genügen, um alle neu errichteten Gebäude in Österreich in Holz zu bauen. Holz könne laut Starhemberg zudem nicht ausgehen. Die derzeitige Holzknappheit sei eine generelle Roh- und Baustoffknappheit, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, beispielsweise mit ansteigenden Preisen und Lieferengpässen, stehe.

Kampagne für Holzbau

Um Holzbau in den Fokus zu rücken, führen das Land Oberösterreich, die Innung der Wirtschaftskammer OÖ und private Hausbauende in diesem Jahr eine Kampagne durch. „Zusätzlich wird der Holzbau durch den Waldfonds seitens des Bundes gestärkt. Von den 350 Millionen Euro stehen 93 Millionen für den öffentlichen Zu- und Ausbau im mehrgeschossigen Wohnbau und für Gebäude für öffentliche Zwecke in Holzbauweise zur Verfügung“, führt Hiegelsberger aus. Zukünftig sollen möglichst viele Gebäude in Holz entstehen. Das leiste einen Beitrag zum Klimaschutz und bringe regionale Wertschöpfung. Etwa 64.100 Menschen in Oberösterreich sind im Bereich der Verarbeitung und des Holzbaus tätig.

 

Kommentar verfassen



Wintertourismus, Après Ski und Weihnachtsmärkte: So soll es funktionieren

Ö/OÖ/NÖ. Am aktuell geltenden Dreistufenplan der Covid-Maßnahmen orientierten sich die geplanten Regelungen für den Wintertourismus inklusive Weihnachts- und Adventsmärkte. Für Geimpfte und Genesene ...

Wasserversorgung für Lipa: Projekt in Aufnahmezentrum fertiggestellt

OÖ/LIPA. Oberösterreich hat das OÖ Hilfswerk und Hilfswerk International mit 110.000 Euro unterstützt, um im Flüchtlingsaufnahmezentrum Lipa in Bosnien und Herzegowina den Zugang zu sauberem Trinkwasser ...

Insolvenzen gingen weiter zurück – Trendumkehr wird erwartet

Ö/OÖ. Weiter rückläufig waren sowohl die Firmeninsolvenzen als auch die Privatinsolvenzen in Österreich und in Oberösterreich vom ersten bis dritten Quartal 2021 im Vorjahresvergleich. Allerdings ...

100 Millionen Euro für den Donau-Hochwasserschutz

OÖ. Weitere knapp 100 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in den Hochwasserschutz an der Donau in Oberösterreich investiert. Dafür gibt es die nunmehr dritte „Artikel 15a-Vereinbarung“, ...

Stefan Kaineder: „Viele junge Leute haben dasselbe Kernanliegen wie wir Grünen“

LINZ/OÖ. In den vergangenen Wochen haben die beiden Tips-Jungredakteurinnen Magdalena Hronek und Katharina Wurzer mit jungen Menschen über ihre Anliegen und Wünsche an die Politik gesprochen. ...

Landesspitäler und Landesküchen erhöhen Budget für regionale Lebensmittel

OÖ. Die Regionalkliniken der OÖ. Gesundheitsholding (OÖG) sowie die Landesküchen wollen den Anteil regionaler Lebensmittel erhöhen. Dazu wird das Budget für den Einkauf ab dem kommenden Jahr um zehn ...

Neue Technische Uni „völlig neue Art von Universität“

OÖ. Weiter keine Standort-Entscheidung, aber neue Eckpunkte zur geplanten Technischen Universität für Digitalisierung und digitale Transformation, die in Oberösterreich entstehen wird, sind am Sonntag ...

Politiklexikon: Was ist der Bundesrat?

OÖ. Ein letztes Mal vor den Landtags-, Gemeinderats-, und Bürgermeisterwahlen am 26. September erklären die Tips-Redakteurinnen Marlis Schlatte, Katharina Wurzer und Magdalena Hronek einen ...