Welterschöpfungstag am 29. Juli: Land will mehr Holzbau
OÖ. Am Donnerstag, 29. Juli, ist Welterschöpfungstag. Das bedeutet, dass Menschen alle Ressourcen aufgebraucht haben, die sich in einem Jahr regenerieren können. Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger spricht von „Handlungsbedarf“. So sollte etwa mehr Holz als Baumaterial verwendet werden.

Am Donnerstag, 29. Juli, ist Welterschöpfungstag, was bedeutet, dass Menschen derzeit 60 Prozent mehr verbrauchen als das, was der Planet erneuern kann. Zum Vergleich: 1970 lag der Termin noch im Dezember. Wäre Österreich der weltweite Maßstab, wäre der Welterschöpfungstag oder Earth Overshoot Day bereits am 7. April erreicht. Demnach bestehe Handlungsbedarf, hält Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger fest. „Wir haben in Oberösterreich die Ressourcen und den klaren Plan, um unseren ökologischen Fußabdruck auf ein verträgliches Maß zu senken. Der Ausbau der Photovoltaik und die verstärkte Nutzung von Holz als Baustoff sind nur zwei Beispiele dafür, wie wir aktiv diesen Weg beschreiten“, sagen Hiegelsberger und Georg Starhemberg, Obmann von proHolz Oberösterreich. Dabei handelt es sich um eine Initiative der oberösterreichischen Forst- und Holzwirtschaft.
Holz als Beitrag zum Klimaschutz
Laut Hiegelsberger und Starhemberg würden internationale Studien die Vorteile von Holz zeigen. So würde das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Atmosphäre langfristig gebunden und eingespart werden. „Was kaum bekannt ist: Der Gebäude- und der Bausektor sind zusammen verantwortlich für 40 Prozent der totalen direkten und indirekten CO2-Emissionen. Die Verwendung von Holz, besonders für langlebige Zwecke wie im Baubereich, kann einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten“, erläutert Starhemberg. Derzeit wird nur ein Teil des jährlichen Zuwachses genutzt. Ein Drittel davon würde bereits genügen, um alle neu errichteten Gebäude in Österreich in Holz zu bauen. Holz könne laut Starhemberg zudem nicht ausgehen. Die derzeitige Holzknappheit sei eine generelle Roh- und Baustoffknappheit, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, beispielsweise mit ansteigenden Preisen und Lieferengpässen, stehe.
Kampagne für Holzbau
Um Holzbau in den Fokus zu rücken, führen das Land Oberösterreich, die Innung der Wirtschaftskammer OÖ und private Hausbauende in diesem Jahr eine Kampagne durch. „Zusätzlich wird der Holzbau durch den Waldfonds seitens des Bundes gestärkt. Von den 350 Millionen Euro stehen 93 Millionen für den öffentlichen Zu- und Ausbau im mehrgeschossigen Wohnbau und für Gebäude für öffentliche Zwecke in Holzbauweise zur Verfügung“, führt Hiegelsberger aus. Zukünftig sollen möglichst viele Gebäude in Holz entstehen. Das leiste einen Beitrag zum Klimaschutz und bringe regionale Wertschöpfung. Etwa 64.100 Menschen in Oberösterreich sind im Bereich der Verarbeitung und des Holzbaus tätig.


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