Energy Globe Austria: Drei Sieger aus OÖ holen sich Umwelt-Trophäe

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 20.10.2021 19:54 Uhr

Ö/OÖ. Der Energy Globe Austria 2021 ist vergeben. Am Mittwochabend fand online auf www.energyglobe.at die Preisverleihung statt, bei der die besten österreichischen Umweltprojekte präsentiert wurden. Vier Projekte aus OÖ waren mit zahlreichen weiteren vorbildlichen Projekten aus ganz Österreich für den Energy Globe Austria 2021 nominiert, drei wurden mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Schon die Nominierung aber ist eine große Bestätigung für das Engagement.

Der Energy Globe Austria wurde in den Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft sowie den Sonderkategorien „Massiv Ökologisch“, Jugend und Nachhaltige Gemeinde vergeben. Der Energy Globe Award, vom österreichischen Energie-Pionier Wolfgang Neumann gegründet, ist heute der weltweit renommierteste Umweltpreis.

Fronius International GmbH holt Sieg in Kategorie Feuer

In der Kategorie Feuer darf sich die Fronius International GmbH mit Sitz in Pettenbach, Bezirk Kirchdorf für den Fronius Solhub über den Sieg freuen. Dieser bietet eine nachhaltige, schlüsselfertige Gesamtlösung zur lokalen Produktion von grünem Wasserstoff aus Sonnenenergie. Mittels Elektrolyse wird aus erneuerbarem Strom und Wasser grüner Wasserstoff erzeugt. Dieser wird gespeichert und kann sowohl zur Betankung von Wasserstoff-Fahrzeugen als auch zur späteren Rückverstromung mittels Brennstoffzelle genutzt werden. Überreicht wurde der Preis von Laudator Werner Steinecker, Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich.

Ebenfalls gewonnen hat das Unternehmen Haim Biomassetechnik (Altaussee) für die X-VAP Hall in Tirol.

Drei Sieger sind „massiv ökologisch“

In der Kategorie „Massiv Ökologisch“ gab es zwei Nominierte aus Oberösterreich: Die Bauhütte Leitl-Werke GmbH in Eferding/Hinzenbach und die Martin Pichler Ziegelwerk GmbH in Aschach an der Donau, Bezirk Eferding.

Erstere wurde für ihre massive Vitalziegel-Holzbalken-Decke nominiert. Diese entspricht hervorragend den Anforderungen der Kreislaufwirtschaft und weist darüber hinaus besondere bautechnische und raumklimatische Vorteile auf. Die Decke besteht aus speziellen Vital-Deckenziegeln und Holzträgern. Sie enthält keinen Bewehrungsstahl und wird völlig trocken – also ganz ohne Wasser, Beton oder Mörtel – verbaut. Beim Umbau oder Abbruch des Gebäudes kann sie zerstörungsfrei in die Einzelbauteile zerlegt und wiederverwendet werden.

Für ihren Pia-Rollmörtel – eine Weltneuheit - nominiert wurde die Martin Pichler Ziegelwerk GmbH in Aschach an der Donau, ebenfalls Bezirk Eferding. Bei der Herstellung wird der rein mineralische Mörtel auf einem Textilglasgewebe aufgebracht. Auf der Baustelle wird er ganz einfach aufgerollt, bewässert und schon kann die nächste Schar Ziegel aufgebaut werden. Arbeitszeitersparnis, 80 Prozent Materialeinsparung von Zement und Kalk und viele weitere Vorteile bringt die Erfindung.

Und alle zwei Nominierten aus OÖ wurden mit dem Energy Globe und damit als Sieger gekürt, ebenso wie das Projekt „Loft Living“ der Michael Wallraff ZT Gmbh (Wien). Die Laudatio hielt Landesrat Markus Achleitner.

Gemeinde Kronstorf nominiert

Und auch eine Gemeinde aus OÖ durfte sich über eine Nominierung beim Energy Globe Austria freuen: Kronstorf im Bezirk Linz-Land. Seit 2009 ist die Gemeinde intensiv mit der Umsetzung der Möglichkeiten zur Erreichung der Klima- und Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beschäftigt. Es wird ein ganzheitlicher, nachhaltiger Ansatz in allen Lebensbereichen und in allen möglichen Handlungsfeldern einer Gemeinde - von der Bürgerbeteiligung über technische Projekte, z.B. Umstellung der Straßenbeleuchtung über umweltmediale Ausprägungen von der Mobilität bis hin zum Artenschutz verfolgt. Zwar ging sich der Sieg nicht aus, aber bereits die Nominierung ist eine große Ehre und zeugt vom vorbildlichen Engagement der Gemeinde Kronstorf.

Prominente Laudatoren

Die Begrüßung der Online-Preisverleihung durfte Bundespräsident Alexander Van der Bellen übernehmen, Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer dankte den nominierten Unternehmen als „wunderbare Vorbilder für andere Unternehmen“, LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner, Landesrat Stefan Kaineder, Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl und weitere waren zudem unter den Laudatoren zu finden. Moderiert wurde die Preisverleihung von Kati Hochhold.

Nachsehen kann man die Preisverleihung unter www.energyglobe.at; dort gibt’s auch alle Infos zu den Nominierten und Siegern.

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