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OÖ/LINZ. Im Landtag ist der Unterausschuss „Gegen Gewalt an Frauen“ gestartet. Zum Auftakt gab es eine Bestandsaufnahme über das Netz an Angeboten für betroffene Frauen in OÖ.

 (Foto: HTWE/Shutterstock.com)
(Foto: HTWE/Shutterstock.com)

LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) hat nach der Landtagswahl einige Bereiche zum Thema Frauen und Gewalt, darunter die Frauenhäuser, mitübernommen. Sie kündigte den Schwerpunkt „Wohnen für Frauen in Notsituationen“ an.

„Oberösterreich hat ein sehr breites Beratungs- und Unterstützungsnetzwerk für Frauen, die Hilfe suchen. Nun müssen wir auch jene Felder angehen, die in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sind, so ist es mir ein besonderes Anliegen, gemeinsam mit den weiteren zuständigen Landesregierungsmitgliedern ein Wohnkonzept für Frauen in besonderen Notsituationen zu erstellen.“ Es brauche hier einen Stufenplan, um die betroffenen Frauen je nach Bedarfssituation bestmöglich unterstützen zu können.

Bestandsaufnahme als Basis

Gestartet ist auch ein Unterausschuss, Vorsitzende ist Landtagsabgeordnete Gertraud Scheiblberger (ÖVP). „Die unfassbare Serie an Gewaltverbrechen gegen Frauen, die auch in diesem Kalenderjahr nicht abgerissen ist, macht mich nicht nur fassungslos und traurig, sondern vor allem entschlossen. Wir müssen im Kampf gegen Gewalt an Frauen weiter handeln und alles versuchen, um physische und psychische Gewalt gegen Frauen einzudämmen. Der Unterausschuss soll ein Musterbeispiel für andere Bundesländer darstellen, um gemeinsam und konsequent gegen Gewalt an Frauen vorzugehen“, so die OÖVP-Frauensprecherin.

In der ersten Sitzung des Unterausschusses stand eine detaillierte Bestandsaufnahme mit Experten und der Exekutive über das aktuelle Angebot. Auf dieser Basis soll in den kommenden Sitzungen weitergearbeitet werden. „Es braucht für effizienten Frauenschutz zielgerichtete Maßnahmen. Diese können wir nur dann treffen, wenn wir auch die Ausgangssituation im Detail kennen und alle an einem Strang ziehen“, so Scheiblberger.

Angebot in OÖ 

In Oberösterreich werden aktuell neben fünf Frauenhäusern und fünf Frauenübergangswohnungen auch 22 Frauenvereine und -beratungsstellen (in jedem Bezirk mindestens eine Einrichtung) betrieben. Zudem wurde eine Online-Frauenberatung eingerichtet – ein Team von psychosozialen Beraterinnen und Juristinnen steht Betroffenen kostenfrei und vertraulich zur Verfügung.

SPÖ-Frauensprecherin, Landtagsabgeordnete Renate Heitz verwies vor dem Start des Unterausschusses auf die schon länger auf dem Tisch liegende SPÖ-Forderung für einen bedarfsgerechten Ausbau der Gewaltschutzangebote für Frauen. „Die aktuelle Mordserie an Frauen mahnt zum Handeln und erlaubt kein Zuwarten. Etwa was die überfällige Fertigstellung der Projekte in Steyr, Ried, Braunau, dem Mühlviertel und im Inneren Salzkammergut angeht“, so Heitz.

 


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