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OÖ. Der Großteil der oö. Unternehmen ist indirekt vom Krieg in der Ukraine betroffen, direkt betroffen sind vor allem Industrie und Banken und Versicherungen. Auch die Furcht vor einer Eintrübung der Konsumentenstimmung ist groß. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Blitzumfrage im Auftrag der WKOÖ.

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer: "Wie alle hoffe auch ich und die WKO Oberösterreich, dass dieser fatale Konflikt schnell durch konstruktive Verhandlungen beendet wird.“ (Foto: Sabine Starmayr, Welserstrasse 39, 4060 Leonding, Tel: 0699/106 08 268, sabine@starmayr.comBei Veröffentlichung Honorarpflicht)

Das Marktforschungsinstitut Market hat im Auftrag der Wirtschaftskammer Oberösterreich eine Umfrage unter ihren Funktionärinnen und Funktionären aus allen Branchen durchgeführt. Im Befragungszeitraum von 11. bis 14. März wurde gezielt die wirtschaftliche Betroffenheit durch den russischen Einmarsch in die Ukraine thematisiert. Das Ergebnis zusammengefasst: Quer durch alle Branchen und Sparten der WKOÖ zeigen sich die Auswirkungen des Ukraine Krieges, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. So ist die Betroffenheit im industriell-gewerblichen Sektor und im Transportbereich am höchsten, mittelbar setzt sich diese in den nachgelagerten Sektoren der Wirtschaft fort.

Der Großteil der oö. Unternehmen ist indirekt vom Krieg in der Ukraine betroffen

In Oberösterreich lässt sich mehrheitlich eine starke Belastung der Unternehmen feststellen (84 Prozent). Zum Großteil wirken die Folgen indirekt, vor allem die Sparte Transport & Verkehr spürt diese Auswirkungen ganz extrem. Direkte Betroffenheit lässt sich besonders in der Industrie sowie im Bereich Banken & Versicherungen wahrnehmen. Einzig in der Sparte Information und Consulting (IC) ist die Lage aktuell weniger kritisch. Hier gaben 48 Prozent der Befragten an, den Krieg weder direkt noch indirekt zu spüren.

Energiepreise, Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vormaterialien als größte Herausforderung

Die negativsten Effekte zeigen sich überwiegend im Mangel von Rohstoffen und Materialien (73 Prozent) sowie der Verfügbarkeit von Energie (56 Prozent). Rund 30 Prozent der Befragten berichteten auch über zunehmende Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern im Kriegsgebiet bzw. in Russland. Heftig spüren die heimischen Unternehmen vor allem die gestiegenen Kosten für Energie (84 Prozent) bzw. die steigenden Preise für Rohstoffe und Vorprodukte (78 Prozent). Die Hälfte aller oö. Wirtschaftstreibenden fürchtet darüber hinaus auch eine Eintrübung der Konsumentenstimmung.

Ausgemachte Problemfelder und Vorschläge als Auftrag für WKOÖ

Die in der Umfrage am häufigsten genannten Forderungen an die Bundesregierung waren eine Senkung der Energie- und Treibstoffpreise bzw. wirksame Förderungen in diesem Bereich. Außerdem wurden Steuersenkungen, eine Sicherstellung der Lieferung von Rohstoffen aus den betroffenen Gebieten (z. B. Erdgas) und arbeitspolitische Maßnahmen für die Flüchtlinge aus der Ukraine als wichtige Notfallmaßnahmen genannt.„Die Ergebnisse dieser Umfrage decken sich genau mit dem trüben Stimmungsbild, das wir im täglichen Kontakt mit unseren Mitgliedsbetrieben wahrnehmen“, so WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. „Für das Haus der oberösterreichischen Wirtschaft ist das ein klarer Auftrag, nicht von unseren vehementen Forderungen abzuweichen, die wir seit Tagen und Wochen an die politischen Verantwortungsträger richten. Den massiven Verteuerungen im Energie-, Treibstoff- und Rohstoffbereich muss mit ebenso massiven staatlichen Entlastungsmaßnahmen begegnet werden. Wir spüren außerdem die große Bestürzung bei den heimischen Betrieben über den russischen Angriffskrieg ganz grundsätzlich. Wie sie alle, hofft auch die WKO Oberösterreich, dass dieser fatale Konflikt schnell durch konstruktive Verhandlungen beendet wird.“


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