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LINZ/OÖ. Mit der am 3. September startenden Mitgliederbefragung geht die SPÖ Oberösterreich neue Wege. Zum ersten Mal wählen die Parteimitglieder auch den Parteivorsitz. Das Ergebnis wird am 1. Oktober beim Landesparteitag im Linzer Design Center verkündet.

Landesgeschäftsführer Florian Koppler und der gf. Landesparteivorsitzende Michael Lindner. (Foto: SPÖ)

„Mit unserer Mitgliederbefragung betreten wir als Landespartei Neuland und machen die SPÖ Oberösterreich zu einer modernen und sozialen Mitmachpartei“, zeigt sich der gf. Landesparteivorsitzende Michael Lindner zuversichtlich, die Zeit bis zur nächsten Landtagswahl nutzen zu können, um den Oberösterreichern in allen zentralen Zukunftsfragen ein Angebot zu machen. „Wir setzen ein klares Signal, unsere Mitglieder künftig stärker in wichtige Entscheidungen einbinden zu wollen“.

„Viele kluge Köpfe sind von der Politik frustriert“

Zu tun gäbe es genug, so Lindner. „Es gibt in diesem Land viele kluge Köpfe, die von der Politik frustriert sind. Noch nie war eine so große Mehrheit der Bevölkerung unzufriedener mit dem Kurs unseres Landes. Die türkis-grüne Bundesregierung hat noch gerade einmal ein Drittel der Wähler hinter sich“, so Lindner. All diesen Menschen gelte es ein Angebot zu machen, ihre Ideen einzubringen und sie gemeinsam in der Landespolitik zum Thema zu machen.

„Klimakrise tippt uns bereits auf die Schulter“

„Wir alle kennen die aktuellen Probleme: Die Pandemie ist weder wirtschaftlich noch mental ausgestanden, schon trifft die Menschen eine rasante Teuerung und damit eine dramatische soziale Ungleichheit. Auch die Klimakrise lauert nicht mehr hinter der nächsten Ecke, sondern tippt uns bereits auf die Schulter“.

Ebenso verweist Lindner auf die katastrophalen Bilder von Leid und Krieg, die der russische Angriff auf die Ukraine ausgelöst hat. Dies brachte auch hierzulande drängende Fragen zur Sicherheitspolitik auf die Tagesordnung. Bei der aktuellen Bundesregierung sieht Lindner indes ein „katastrophales Versagen auf allen Linien: Pflegenotstand, Bildungsmisere und eine mittlerweile unüberblickbare Anzahl an ÖVP-Korruptionsskandale“. Man könne nicht alle diese Themen gleichzeitig diskutieren, weshalb Lindner die SPÖ-Mitglieder fragen will, „welches heiße Eisen wir als erstes angehen sollen“.

Ergebnis wird am 1. Oktober verkündet

Mit der Umsetzung des Mitgliedervotums ist Landesgeschäftsführer Florian Koppler gemeinsam mit dem Team der Landesorganisation betraut. Das Ergebnis wird am 1. Oktober beim Landesparteitag im Linzer Design Center verkündet. Abstimmen werden die Mitglieder erstmals in der Parteigeschichte über den Parteivorsitz sowie inhaltliche Fragestellungen. Michael Lindner konnte bereits im Vorfeld die zehnfache Menge an Unterstützungserklärungen für seine Kandidatur sammeln. „Der allerorts spürbare Motivationsschub zeigt uns, dass dieser neue und moderne Weg befürwortet wird“, ist Koppler erfreut über die vielen Unterstützter.

 


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